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Dienstag, 28. April 2009

Nachtrag zu "Pro Reli"

Ich poste heute mal auf eine Blog-Seite aus den USA, denn da habe ich einen Cartoon gefunden, der so ziemlich das ausdrückt, was da im Vorfeld zur "Pro Reli" -Volksabstimmung wochenlang in Berlin abgelaufen ist. Und als der Senat dann den Riesen-Werbetafeln von Jauch und Co. etwas entgegensetzen wollte, zog man vor Gericht und jammerte: "Hey ! Let's have a little respect here!"
Heuchelei fällt leider nicht unter die 10 Gebote. Nebenbei bemerkt: Wohl nur Atheisten glauben wirklich, dass man sich immer an die 10 Gebote halten muss...

Montag, 27. April 2009

Ich liebe diese Stadt !


"Die Menschen haben sich bisher stets falsche Vorstellungen über sich selbst gemacht, von dem, was sie sind oder sein sollen. Nach ihren Vorstellungen von Gott, von dem Normalmenschen usw. haben sie ihre Verhältnisse eingerichtet. Die Ausgeburten ihres Kopfes sind ihnen über den Kopf gewachesen. Vor ihren Geschöpfen haben sie , die Schöpfer, sich gebeugt. Befreien wir uns von den Hirngespinsten, den Ideen, den Dogmen, den eingebildeten Wesen, unter deren Joch sie verkümmern. Rebellieren wir gegen diese Herrschaft der Gedanken." (Karl Marx: Die deutsche Ideologie)

Unsere christlichen Mullahs haben verloren: In Berlin wird Religion weiterhin kein reguläres Schulfach sein - der vor drei Jahren eingeführte Ethikunterricht bleibt Pflicht. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis sprachen sich nur 14,2 Prozent der Wahlberechtigten oder 346 119 Bürger für den Gesetzentwurf der Initiative «Pro Reli» aus. Nötig wären eine Mehrheit unter den Abstimmenden gewesen und gleichzeitig mindestens 611 422 Ja-Stimmen - das sind 25 Prozent der Wahlberechtigten. Von den Berlinern, die an der Abstimmung teilnahmen, stimmten 51,3 Prozent oder 365 609 Wähler gegen die Initiative und nur 48,4 Prozent dafür. Die Beteiligung lag bei 29,2 Prozent.

Natürlich kann man nicht ehrenvoll verlieren.Und so spucken die Fundamentalisten Gift und Galle oder reden sich die Niederlage schön. Von der "Hauptstadt des Atheismus " ist da abschätzig die Rede, von der DDR und der humanistischen Erziehung durch dieselbe, wobei man humanistisch wie früher DDR in Gänsefüßchen setzt. Damit äußert sich die ganze Herablassung, zu der ein Gottgesandter gegenüber einem minderwertigen Gottlosen fähig ist. Gleichzeitig meint man, man hätte die Gesellschaft ordentlich für die Probleme der religiösen Erziehung sensibilisiert.Der «Pro Reli»-Vorsitzende Christoph Lehmann - ein besonders übler Demagoge- betonte: «Wir haben eine ganze Menge in dieser Stadt bewegt.» Für «Pro Reli» hatten sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Steinmeyer eingesetzt.

Eines hat man in jedem Fall erreicht: Die Gesellschaft gespalten, indem sich die "Pro Reli"-Anhänger als bessere Menschen stilisiert haben, da ein imaginärer Gott auf ihrer Seite ist. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber, sprach dann auch von einem «Riss durch die Stadt».Das hat er immerhin richtig erkannt.In «Morgenpost Online» sagte er: «Man kann von einer Kluft sprechen. Es wären eine politische Aufgabe, diese nicht zu vertiefen.» Zuerst richtet man ´mit wahrhaft einmaliger Scharfmacherei die Schweinerei an und dann sollen andere wieder für Ordnung in den Köpfen sorgen. Etwas verwirrter noch sind aber die Bonzen der Katholen: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, appellierte an den Senat, nach einem Modell religiös-weltanschaulicher Bildung zu suchen, «das von einem breiten Konsens in der Gesellschaft getragen wird». Zollitsch hat wahrscheinlich noch nicht mitbekommen, dass dieser breite Konsens in der Gesellschaft schon längst da ist.Deshalb haben die Fundamentalisten nämlich verloren, denn Ethik und nicht Religion an der Schule wird von einer breiten Mehrheit der Berliner getragen...

Foto: Bundeskanzleramt in Berlin (© fv 2008)

Schwache Leistung - Krimis im ZDF


Seit einiger Zeit beobachte ich eine regelrechte Inflation des Krimis im öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Jedes noch so kleine "Sternchen", das mal in irgend einem Kurzfilm mitgespielt hat, bekommt einen Kommissars-Dienstgrad an die Backe geklebt und darf den Helden mimen. Peinlich - wobei es noch peinlicher ist, wenn sich auch einigermaßen gute Schauspieler in fünftklassigen Serien mit unterirdischen Drehbüchern verheizen lassen.Irgendwann werde ich mal die Fernseh-Mordzahlen zusammenrechnen und werde wahrscheinlich auf eine jährliche Opferzahl kommen, die die Zahl der Kriegsopfer im Irak bei weitem übersteigt. Na gut, in Zeiten, wo jeder auf den Cent achten muss, spielt Qualität vielleicht doch nicht so die vorrangige Rolle. Trotzdem steigen die GEZ-Gebühren weiter.

Leider werden auch bisher gute Beispiele für Krimiunterhaltung im Fernsehen zusehends schlechter. Zum Beispiel "Wilsberg" im ZDF: Die Serie hat ihren Ursprung in den Büchern von Jürgen Kehrer. 1990 erschien der erste Wilsberg-Roman "Und die Toten lässt man ruhen” in Buchform. Inzwischen gibt es 18 Romane mit dem münsterschen Privatdetektiv.1995 wurde erstmals ein Kehrer-Roman mit dem Titel "Und die Toten lässt man ruhen” für das ZDF verfilmt.(Titelrolle im ersten Film Joachim Krol) Seit 1998 spielt Leonard Lansink den Fernsehdetektiv, der es bislang auf 27 Folgen im Samstagabendprogramm gebracht hat. Der Original-Wilsberg, dessen wechselvolles Privatleben in den Büchern nicht zu kurz kommt, ist Antiquar und Privatdetektiv in Münster. Die mit Lokalkolorit und reichlich Gesellschaftskritik ausgestatteten Romane haben oft Vorbilder oder Motive aus der Realität übernommen. Bereits zweimal wurde Kehrer von Münsteranern verklagt, die sich als Vorbild von Buchfiguren missbraucht sahen. In beiden Fällen wurde Kehrer freigesprochen.

Die ZDF-Filme haben sich bald von den Buchvorlagen gelöst. Nur sechs TV-Filme basieren auf Kehrers Romanen. In einigen Fällen hat Kehrer die Drehbücher mit einem Team verfasst, in wieder anderen Fällen haben andere Autoren die Drehbücher geschrieben. Mehrere Figuren, die zum Stammpersonal der TV-Serie gehören (etwa Ekki Talkötter, Manni Höch, Alex, Kommissarin Springer), erscheinen nicht in den Romanen.

Am Sonnabend gab es wieder einmal einen Film im ZDF, der ein Buch von Kehrer zur Vorlage hat. "Wilsberg und der tote Professor" erschien unter dem Titel "Doktorspiele" auf dem Bildschirm. Drehbuch diesmal von Matthias Keilich und Khyana el Bitar, Regie Hans-Günther Bücking.Um es deutlich zu sagen: Das sehr gute Darsteller-Team(Leonard Lansink, Rita Russek,Ina Paule Klink, Oliver Koritke und Roland Jankowsky) ist auch mit einem miesen Plott nicht klein zu kriegen.Während im Original-Buch von Kehrer noch einige Spitzen gegen die Zustände im Hochschulwesen der Republik abgeschossen werden und sich der wissenschaftliche Konkurrent des Opfers als Spitzel des Verfassungsschutzes entpuppt, wird dieser Sachverhalt im Film im 20.Jahr der Maueröffnung natürlich umgedreht: Der Mörder ist ehemaliger RAF-Terrorist, das Opfer hat sich in der Birthler-Behörde dessen Stasi-Akte besorgt und ihn erpresst.Grausam vordergründig und blöd, DDR-Aufarbeitung wohin man sieht, das ZDF verlangt eben etwas von seinen Autoren für unser Geld. Die Ermittlungen und Geistesblitze Wilsbergs wirken gar sehr konstruiert. Kein Mensch kann z.B. nachvollziehen, warum der ermordete Professor das Versteck der belastenen Stasi-Akte in einer offen an der Wand hängenden Grafik verschlüsseln muss, wenn die Akte dann im Bücherregal seines Büros steht.Offensichtlich wollte das Autoren-Duo Belesenheit vortäuschen, indem es hier Anleihen bei Edgar Allan Poe und seinem "The purloined letter" aufnahm. Dass ein behinderter Uni-Dozent seine Behinderung aus Karrieregründen nur vortäuscht und damit durchkommt, gehört mit zu den Unmöglichkeiten des Drehbuchs. Das wahrscheinlich Unwahrscheinlichste ist allerdings die Szene, in der Kommissarin Springers (Rita Russek) Assistent Overbeck mit einer entsicherten und durchgeladenen Pistole im Stile eines Westernhelden herumjongliert und dabei mal kurz den Reifen des Polizeiautos zerschießt. So blöd ist kein Polizist, nicht mal Overbeck ( Roland Jankowsky, der mir nebenbei bemerkt in seiner Rolle immer besser gefällt).

Fazit: Nach der Gartenarbeit am Sonnabend besser ins Bett gehen und den Originalstoff lesen. "Wilsberg und der tote Professor" ist 2002 im grafit-Verlag erschienen und kann u.a. hier gekauft werden...

Foto: Hanspeter Graf (www.pixelio.de)

Sonntag, 26. April 2009

Sparen, Sparen, nochmals Sparen

Die sonntägliche Anzeigen-Zeitung bringt heute morgen die Überschrift des Jahres:"Bundesfinanzminister verdient zu wenig !" Natürlich plappern da unsere Wochenend-Jounalisten nur die eigene Einschätzung des Bundesfinanzweltmeisters aller Klassen nach. 9000 € netto reichen unserem süßen Peer nicht, ist ja auch ein bißchen wenig.(Wobei er tunlichst die steuerfreie Aufwandsentschädigung vergißt.Von der außerordentlichen Feinfühligkeit seines Verlangens in der größten Wirtschaftskrise seit 100 Jahren wollen wir mal gar nicht reden)

Es ist ja jammerschade, dass dieser Mensch nicht mit mir spricht! Ich würde ihm zwei oder auch drei Vorschläge machen:

1. Genauso schlecht mache ich den Job für die Hälfte des Salärs, Vater Staat spart 4.500 Teuros netto im Monat oder 54.000 im Jahr.
2. Besser mache ich es für 2/3 der Kohle. Einsparung: 3.000 € im Monat oder immer noch 36.000 € im Jahr (eventuelle 13. oder 14. Monatsgehälter nicht einbegriffen.)

Aber wenn ich es mir recht überlege, möchte ich nicht Minister werden. Ich müsste ja immer die Merkel vor jeder Sitzung des Kabinetts küssen . Allein der Gedanke ist mir wieder zu pervers. Soll doch den Knochenjob ein Hartz IV-Empfänger machen. Milliarden an die Banken und Konzerne verteilen und dann noch dumme Sprüche klopfen kann schließlich jeder. Bei dieser Lösung würden wir 8.655 € im Monat oder 103.860 € im Jahr sparen. Damit könnten wir noch 25,1 zusätzliche Hartz IV-Empfänger alimentieren. Wird wohl bald notwendig werden, da die Arbeitslosenzahlen gerade explodieren...

Heute mal mit Perversitäten


Beim Einstieg in eine Internetseite heute morgen öffnet sich ein dort installiertes Werbebanner: "Condor - Wir lieben Fliegen." Denke, denke, denke würde wohl Pittiplatsch sagen. Offensichtlich handelt es sich hier um Perversitäten der Werbebranche.
Also,ich gehe da mal wieder von meinen Vorlieben aus: Ich liebe Bienen, Hummeln und Grashüpfer. Fliegen sind mir doch etwas zu unangenehm. Wer weiß, wo die gerade eben gesessen haben...

Foto: Kenneth Brockmann (www.pixelio.de)

Freitag, 24. April 2009

Deutsche zweiter Klasse, Teil 4


Zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer hat der SPD- Vorsitzende Franz Müntefering vorgeschlagen, eine gesamtdeutsche Verfassung zu schaffen.Das Verhältnis zwischen Ost und West “leidet darunter, dass wir 1989/90 nicht wirklich die Wiedervereinigung organisiert haben, sondern die DDR der Bundesrepublik zugeschlagen haben“, sagte er der “Bild am Sonntag“.Bei manchen Ostdeutschen gebe es weiterhin Skepsis - “nicht gegenüber den Inhalten des Grundgesetzes, aber sie sagen: “Eigentlich war doch vorgesehen, dass es nach der Einheit eine gemeinsam erarbeitete Verfassung gibt, deshalb hat die Bundesrepublik ja nur ein Grundgesetz. Aber Ihr habt uns Euer Grundgesetz einfach übergestülpt, anstatt eine gemeinsame Verfassung zu schaffen.“ Das muss man aufarbeiten.“ Meint Müntfering.

Also, lieber Herr Müntefering, nicht bei "manchen Ostdeutschen" gibt es weiterhin Skepsis, sondern bei den denkenden Ostdeutschen und solchen , die rechnen können - auf ihrem Gehalts-und Rentenkonto nämlich.Solchen, die immer noch nur 84% des Westgehalts ihrer Branche oder der Westrente bekommen, fast 20 Jahre nach dem Anschluss der DDR. Und eigentlich ist ihnen eine neue Verfassung ziemlich Wurscht, zumal das verfassungsgebende Verfahren wohl so ablaufen würde wie bei dem EU-Vertrag von Lissabon.Oder, um ein altes walisisches Sprichwort zu bemühen: "Better the devil you know, than the devil you don't know!" (Will heißen, dass wir beim Grundgestz wissen, was wir haben...)

Nun könnte man ja sagen: "Der Mann kommt spät, aber er kommt." Geschenkt, ich halte nicht viel von Wahlkampfparolen, noch weniger aber von Herrn M. Zu durchsichtig ist sein Tun und so sind auch seine Sprüche. Ich zitiere lieber Marx, der einst an Wilhelm Bracke schrieb, dass "jeder Schritt wirklicher Bewegung .. wichtiger (ist) als ein Dutzend Programme." Dies allen Münteferings dieser Welt ins Stammbuch...


Grafik: Daniel Gast (www.pixelio.de)

Donnerstag, 23. April 2009

... und Politiker werden durchschaubar!


"Wer antwortet wirklich - wer tut nur so?" fragte abgeordnetenwatch.de vor einigen Tagen. Zur Erinnerung: Auf Abgeordnetenwatch.de kann man "seinem" Bundestagsabgeordneten Fragen stellen. Es gibt eine ganze Menge Abgeordneter, die auch antworten und den offenen Dialog mit dem Wähler führen.Über die Qualität der Antworten kann man sicher streiten. Nicht hinnehmbar sind allerdings Abgeordnete, die gar nicht auf Fragen ihrer Wähler antworten oder solche, die irgendwelche Standardantworten oder Phrasen absondern.Gerade letzteres ist auch eine richtige Unverschämtheit, da man den Wähler ja mit einigen billigen Phrasen quasi für dumm verkauft. Abgeordnetenwatch geht jetzt noch einen Schritt weiter: Auf der jeweiligen Bundesland-Übersicht wird ab sofort zwischen inhaltlichen Antworten zur Sache und standardisierten Antworten ohne konkreten Sachbezug unterschieden.

Durch dieses Unterscheidung wird es künftig also leichter, gleich zu den Abgeordneten zu finden, von denen man sich als Wählerin und Wähler eine öffentliche Antwort auf wichtige Fragen versprechen kann. Abgeordnete können Standardantworten jederzeit durch eine inhaltliche Antwort ergänzen.

Wie verbreitet ist das Phänomen der Standardantworten in Eurem Bundestagswahlkreis? Wo sitzen die Schaumschläger und welcher Partei gehören sie an ? Klickt Euch doch mal über diesen LINK in Euer Bundesland ein, macht Eure Abgeordneten ausfindig und seht nach!

Foto: Das Reichstagsgebäude in Berlin von der Spreeseite ( © fv 2008 )

Mittwoch, 22. April 2009

Demokratie im Barnim


Das Leben im Barnim ist interessant. Interessant sind auch die Äußerungen unserer Fürsten hier und ihrer unkritischen Satrapen auf der Schleimspur. So brachte neulich ein geistig und vor allem demokratisch etwas wenig bemittelter CDU-Dorffürst seinen Frust darüber, dass der Landrat nun direkt vom tumben Volk gewählt werden kann - der Kreistag hatte so entschieden - mit den Worten zum Ausdruck: "Was das alles kostet und was man mit dem Geld alles hätte finanzieren können!" Ihm wurde berechtigterweise entgegnet, dass wir den Zustand unserer Demokratie nicht an ihrer Effizienz zu messen haben, sondern nur daran, wie demokratisch sie ist. Demokratie hat nicht das Ziel, effizient zu sein. Demokratie hat das Ziel, gerecht zu sein.

Beiläufig sollte man für Nicht-Barnimer erwähnen, dass der jetzige Landrat bei rund 60% "seines" Volkes unbekannt ist, obwohl er sein Amt seit rund 20 Jahren auf irgendeine Weise ausübt. Kennzeichen der Politik hier im Landkreis Barnim ist denn auch der sogar in den hiesigen Medien gefeierte sogenannte "Barnimer Konsens" , was nichts anderes bedeutet, dass alle Parteien gleichberechtigt am Filz beteiligt sind. So hatte man den LINKEN von Seiten der SPD (Landrat) und CDU (Stellvertreter) im Vorfeld der Abstimmung zur Direktwahl des Landrates einen fetten Posten angeboten, wenn die LINKE gegen die Direktwahl stimmen würde. Hat nicht geklappt, der Katzenjammer ist groß. Zeit für frischen Wind, und der sollte nicht von CDU oder SPD kommen.

Apropos: Demokratie und Effizienz. Bernau durfte ja zur letzten Brandenburger Kommunalwahl an Wahlautomaten rumspielen. Unser immer etwas seltsamer Innenminister, der Generalissimus Schönbohm, hatte den Einsatz der Wahlcomputer ebenfalls mit höherer Effizienz begründet.Computerexperten warnten zwar lauthals vor diesen Kisten und schrieben auch böse Berichte über den Wahlablauf. Meine eigenen Beobachtungen waren schlimmer als erwartet.Ein Bernauer Bürger wagte den Einspruch gegen die Automaten und wurde wie wir wissen durch Karlsruhe bestätigt.Die Bernauer Stadtverordnetenversammlung hat nun zugegeben, dass der Einspruch von Markus G. "in Teilen" berechtigt ist.Die Wahl wäre trotzdem gültig. Punkt, dummes Volk, wir haben gesprochen...

Grafik: Das Vertrauen schwindet... (Gerd Altmann, www.pixelio.de)

Von (der) Layen regiert




Folgenden Post habe ich ohne jede Änderung übernommen:


>> Von Laien regiert

Spreeblick befindet sich heute im demonstrativen Streik.

Am heutigen Tag, dem 22. April 2009, hat das Bundeskabinett ein Gesetz zur Sperrung von Websites beschlossen, die Kinderpornografie darstellen oder anbieten. Wir unterstützen die Bundesregierung in ihrem Bestreben, dem Missbrauch von Menschen und speziell Kindern ein Ende zu bereiten, bezweifeln jedoch auf Grundlage vieler Expertenmeinungen, dass dieses Bestreben der wahre Grund für die angekündigten Sperrungen ist.

Die geplante technische Umsetzung auf Basis von Sperrlisten halten wir für laienhaft, wirkungslos und unter Umständen kontraproduktiv. Wir fordern die Bundesregierung auf, die durch die Listen offensichtlich bekannten illegalen Websites zu schließen und ihre Urheber bzw. Betreiber strafrechtlich zu verfolgen. Wir lehnen Internetsperren ab, die ob ihrer Intransparenz und technischen Zweifelhaftigkeit eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland sind. Wir fühlen uns durch die von Fachleuten wiederholt in Frage gestellten Zahlen und Fakten, die das Familienministerium kommuniziert, als wählende Bürger belogen.

Wir halten Wahlkampf-Taktiken und politischen Populismus für äußerst unangemessen, wenn es um die Bekämpfung des Verbrechens der Gewalt an Minderjährigen gehen soll.

Weitere Informationen sind u.a. hier zu finden:
- c’t: Verschleierungstaktik
- Heise Online: Kinderporno-Sperren: „Frontalangriff auf die freie Kommunikation“ befürchtet
- Spiegel Online: BKA filtert das Web

Idee & Umsetzung: Spreeblick, Precious Forever & Jeriko
Lizenz: Creative Commons 3.0<<



Diese Bundesregierung befindet sich wieder einmal auf einem fatalen Irrweg. Im Geschichtsunterricht geben wir der Weimarer Republik und Hindenburg Mitschuld daran, dass Hitler an die Macht kam. Zur Zeit haben wir eine demokratisch gewählte Regierung, die Gesetze wie das BKA-Gesetz, für die Vorratsdatenspeicherung oder die Internetzensur erlässt und bei genau diesen Gesetzen keine Sorge dafür trägt, ob zukünftigen Diktatoren Ermächtigungsgesetze in die Hand gegeben werden oder nicht. Im Gegenteil: Es braucht nicht mal eine Diktatur. Die beschlossenen Gesetze sind so gestrickt, dass sie auch von bösartigen, korrupten oder inkompetenten Volksvertretern jeder Zeit mißbraucht werden können. Und wir sollten niemals vergessen, dass die Notstandsgesetze von 1968 mit ihren Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten und den damit verbundenen Grundgesetzänderungen immer noch gelten. Damit und mit den in der letzten Zeit ermöglichten Einschränkungen der Demokratie könnte auch ein neuer Führer gar prächtig regieren.

Ich schließe mich daher dem Gesagten im "Spreeblick" voll inhaltlich an:

Übrigens: Vallis Blog hat schon von Anfang an auf den "Spreeblick" verlinkt.(siehe rechts unten: LINKS)


Foto: Gerd Altmann (www.pixelio.de)

Dienstag, 21. April 2009

Günther Jauchs Gesicht

Günther Jauch ist ein symphatischer Mensch. Seine Fernsehshows kann man meistens ansehen, wenn sie auch nicht sehr viel Tiefgang verbreiten. Jauch wohnt in Potsdam und spendet regelmäßig für den Aufbau und den Erhalt der dortigen Kulturgüter. Günther hat das Geld dafür. Aber es gibt auch noch eine andere Seite von Günther Jauch. Sein Gesicht leuchtet seit Wochen von riesigen Transparenten, die überall in Berlin aufgestellt sind. Neben Jauchs Gesicht beeindruckt vor allem die Überschrift auf diesen Tafeln: "Es geht um die Freiheit ! " steht dort mit riesengroßen Lettern geschrieben. Welche Freiheit, fragt man sich sofort besorgt ? Geht es etwa um die Pressefreiheit oder um die Freiheit der Guantanamo-Häftlinge ? Die ständigen Spitzeleien irgendwelcher Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern - quasi die outgesourcte Stasi. Die Freiheit des Internets oder die Freiheit, ohne Wanzen und Vorratsdatenspeicherung zu telefonieren oder zu surfen? Nein, Jauch setzt sich dafür ein, dass der in Berlin bisher freiwillige Religionsunterricht zum Pflichtfach gemacht und damit gleichwertig mit dem Pflichtfach Ethik wird. Die Argumentation der Religioten hält man dabei nicht für möglich, ich möchte den demagogischen Unsinn hier einfach nicht wiedergeben. "Es ist haarsträubend. wie die Katholiken intolerant und fanatisch anderen Gläubigen gegenüber ihren Kreuzzug führen“, sagt z.B. die Entertainerin Desiree Nick, selbst ehemalige Reliogionslehrerin. Sie spricht sich für das bisherige Modell aus, Ethik als Pflichtfach an den Schulen zu belassen und Religion weiterhin als ordentliches Fach anzubieten. Den Katholiken werde schließlich überhaupt nichts weggenommen, wie behauptet. Jeder dieser Schwachköpfe kann ja auch bisher sein armes Kind in irgendeine Religionsschule schicken. Niemand verwehrt es diesen Menschen. Sie verlangen nichtdestotrotz, dass der Staat die Religionslehrer, differenziert für Christen, Moslems und Juden bezahlt. Wie das in diesem Staat und in dieser Stadt aussehen wird, kann man sich denken: Wahrscheinlich werden dann andere, völlig unwichtige Fächer wie Mathe und Biologie ausfallen und durch das "Studium" von Bibel, Talmud oder Koran ersetzt werden.

Ich glaube, Günther Jauch ist inzwischen der einzige prominente Verfechter dieses Irrsinns. Er müsste es besser wissen: Jauch besuchte die Katholische Grundschule St. Ursula in Berlin-Zehlendorf. Später war er in der katholischen Kirche als Ministrant aktiv. Nach dem altsprachlichen Gymnasium Steglitz in Berlin und dem Abitur mit der Note 3,1 besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München. 1975 war Jauch mit 19 Jahren dort der damals jüngste Absolvent. Nach seinem Abschluss studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Politik und Neuere Geschichte. Er verließ die Universität ohne Abschluss und jobbte dann als Hörfunkmitarbeiter.Wie schon gesagt, wohnt er heute in Potsdam, nicht in Berlin. Er hat also den Berlinern in etwa so viel vorzuschreiben wie ein Münchner. Jauch sieht symphatisch aus. So normal wie Du und ich. Nur manchmal scheint er zu denken, dass man mit Geld alles kaufen kann...

Sonntag, 19. April 2009

Das jahrelange OPEL-Elend und die Vergesellschaftung des Kapitals

"Ein großer Denker und Philosoph. Eine seiner Fragen lautete: Wie kann man den privaten Reichtum in der Gesellschaft besser verteilen? Daraus entstand seine Theorie von der Gesellschaftung des Kapitals, das Gegenmodell zum Kapitalismus, aber nicht nur in einem Land. Das ist aktuell wie nie. Schauen Sie nach Rüsselsheim und Bochum: Im Kern geht es da auch um diese Frage." (Der ehemalige Vizechef der Staatsbank der DDR, Edgar Most, in einem Interview vom 20.4.2004 mit der "Zeit" auf die Frage, wer Karl Marx war.

Ein durchaus lesenswertes Interview mit interessanten Fakten eines Insiders. Und in der gegenwärtigen Krise zeigt sich, dass wir in Ostdeutschland seit 2004 kaum einen Schritt voran gekommen sind. Allerdings schleppt sich wohl Opel - wie man am obigen Zitat sieht - auch schon etwas länger auf Krücken dahin...

Marx zum Sonntag


"Es ist die alte Illusion, dass es nur vom guten Willen der Leute abhängt, die bestehenden Verhältnisse zu ändern... Diese ideelle Erhebung über die Welt
ist der ideologische Audruck der Ohnmacht der Philosophen gegenüber der Welt.Ihre ideologischen Prahlereien werden jeden Tag durch die Praxis Lügen gestraft."
Karl Marx: Die deutsche Ideologie..., ( MEW, 3,363)

Statt "Leute" und "Philosophen" würde ich ohne weiteres "Politiker" einsetzen. Und ganz volkstümlich gedacht müsste man singen: "Es rettet uns kein höh'res Wesen, kein Gott, kein Kaiser-Nicht, Tribun..." *
Nein, die auch nicht.Uns aus dem Elend zu erlösen,müssen wir schon selber tun...


Liedzeile: Die Internationale (leicht verändert)
Grafik: Richtungskämpfe (Gerd Altmann, www.pixelio.de)

Samstag, 18. April 2009

Die Mülltonnen-Uschi und wie man Ekel missbrauchen kann

Wohl jeder von uns findet Raser furchtbar. Da wird man auf der Autobahn meistens von BMW-/Mercedes-/Porsche-/FIAT-/Golf-/FORD-/Trabantfahrern massiv bedrängt, mit der Lichthupe belästigt, geschnitten und anschließend noch mit dem Stinkefinger beleidigt. Jeder ärgert sich, denn jeder ist irgendwann einmal Opfer einiger Fahrer der "nächsthöheren" Wagenklasse. Nebenbei bemerkt ist diese Art von Wildwest auf deutschen Autobahnen so interessant, dass fast jeder Blödsender wenigstens einmal am Tag eine entsprechende Kontrolletti-Sendung im Programm hat und diese Idioten vorführt. Meist sind die Täter nur arme, getretene Außendienstler, die von ihren Chefs von Termin zu Termin gehetzt werden, dabei unendlich lange in den diversen Staus stehen und fast alles tun, um nur den Job zu behalten. Egal, Entschuldigungen gelten hier nicht, keiner hat Mitleid oder will gar etwas am System ändern. Also steigt die Politik genau an diesem Punkt ein. Die Strafen für diese Art Vergehen werden ins Unermeßliche gesteigert. Fast jeder reibt sich die Hände: Vater Staat nimmt mehr Kohle ein und diejenigen, die sich gern als Opfer der Rowdys fühlen, sind ebenfalls befriedigt. Auf den Straßen selbst ändert sich nichts, die Straßen bleiben verstopft, die linken Autobahnspuren sind nach wie vor von langsamen Kleinwagen belegt, die rechten Spuren dafür frei, mehr Polizisten gibt es auch nicht und die richtigen Ganoven gehen sowieso niemals ins Netz oder kaufen sich durch teure Anwälte frei. Wenn man wen erwischt, sind es Leute, bei denen am Führerschein die Existenz hängt. Auch die Leute im Hintergrund - z.B. die Konzernbonzen und ihre Antreiber - trifft man nicht.

Nun kümmert sich Vater Staat (oder besser: Die siebenfache Mutter der Nation) ebenfalls um ein Reizthema, nämlich um die Kinderpornographie. Natürlich ist das ein Thema, wo ein normaler Mensch mit den Tätern ebenfalls kein Mitleid haben kann.Und ebenso natürlich kann sich unsere Mülltonnen-Uschi - gnadenlos wie immer bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit- des Beifalls des überwiegenden Teils der Bevölkerung bei ihrer Aktion gegen Kinderpornographie sicher sein. Alle sind glücklich.

Sind wirklich alle glücklich? Auf den ersten Blick sicher. Wenn jetzt also so ein Pädophiler eine Internetseite anklickt, erscheint dieses Logo hier. Toll, Pädophiler ist gestoppt. Wirklich ? Wenn man es recht bedenkt, sind die Produzenten und Hardcore-Kinderschänder und auch die sogenannten "Eltern", die ihre Kinder dafür hergeben, doch immer noch auf freiem Fuss, oder ? Nur der kopfkranke, perverse Konsument kommt nicht mehr an seinen Stoff. (Wobei Fachleute genau das bestreiten)
Kümmert sich denn jetzt eigentlich noch jemand darum, die perversen Hersteller zu kriegen , um sie dann endlich an den Eiern aufzuhängen und sie den Geiern zum Frass anzubieten ? Es soll ja sogar ein paar Ermittler bei der Kripo geben, die sich den ganzen Tag diesen Dreck ansehen müssen, um die Verbrecher zu fassen. Kommen die jetzt wegen Uschis Sperre auch nicht mehr ins Internet ?

Aus meiner in mittlerweile fast 20 Jahren erworbenen Kenntnis des Politzirkusses in diesen Land befürchte ich, dass es das nach der Aktion von Mülltonnen-Uschi wieder einmal gewesen ist. Es wird weiter geschundene Kinderkörper und -seelen geben, die Konsumenten der entsprechenden "Bildchen" und "Filmchen" werden auf andere Möglichkeiten ausweichen und es wird sich nichts ändern. Wie immer: Viel Lärm um nichts.
Außer, dass sich interessierte Kreise ein Präzendenzverfahren und willige Vollstrecker bei den Internetprovidern geschaffen haben. Und das ist der eigentliche Skandal an der ganzen Show. Was wird nun als nächstes verboten ? Wenn man genau hinguckt, ergeben sich da genügend Ansatzpunkte ...

Freitag, 17. April 2009

Trost für Merkel und Co.


"Die Krisen sind immer nur momentane gewaltsame Lösungen der vorhandnen Widersprüche, gewaltsame Eruptionen, die das gestörte Gleichgewicht für den Augenblick wieder herstellen."

Karl Marx, Das Kapital, (Marx/Engels Werke - MEW - 25,259)

Für den Augenblick, eben nur für den Augenblick...

Foto: Marx und Engels (Klaus Danert, www.pixelio.de)

Donnerstag, 16. April 2009

Das Internet ist an allem Schuld !


Der Beweis für obige These flatterte heute morgen mit einer Empfangsbestätigung für eine e-mail in meinen Computer:

"...Received: from murder (mailfrontend-b-febe)..."

Oh, oh. Jetzt ist alles klar. Schäuble hat Recht.

Grafik: Th. Kemnitz (www.pixelio.de)

Mittwoch, 15. April 2009

Deutsche zweiter Klasse, Teil 3


Man müsse in Deutschland den Mut haben zu sagen, dass im Osten einige Landstriche voraussichtlich für lange Zeit veröden werden, meinte Joachim Gauck, ehemaliger Pfarrer und Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes im Jahre 2004.

Danke, Herr Pfarrer. Genau dafür haben Sie und ihre geistig unbedarften Konsorten wohl das SED-Regime gestürzt. Hut ab vor dieser Lebensleistung. Aber mit flächendeckenden Verheerungen hat die Kirche ja schon im Dreißigjährigen Krieg Erfahrungen sammeln können. Da ging es ja auch schon um Religion.
Der "Stern" schrieb übrigens schon 2001, dass die Deindustrialisierung im Osten Deutschlands in den 90er Jahren ein Ausmaß erreichte, das nicht mal die Russen mit ihren Demontagen und Reparationsforderungen nach dem Zweiten Weltkrieg angerichtet hätten. Das Bruttoinlandsprodukt Ost hatte 2005 gerade mal wieder den Vergleichswert von 1990 erreicht. (Und der war schon niedrig, weil es ab Maueröffnung verstärkt mit der Industrie bergab ging). Edgar Most, ehemaliger Vizepräsident der Staatsbank der DDR und dann langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Bank - gemeinhin also ein Mensch, der weiß, was er sagt- meinte dann auch in einem Pressebeitrag, dass es "einen Aufholprozeß Ost in den wichtigsten volkswirtschaftlichen Eckpunkten ... trotz hoher finanzieller Transferleistungen seit Mitte der 90er Jahre nicht gegeben (hat)... Das Demokratie-und Freiheitsverständnis beruht aber auf der Grundlage gleicher Lebensbedingungen, und die sind eben im Osten Deutschlands nur punktuell gegeben."
Nebenbei gesagt: Die Krise steht nicht mehr nur vor der Tür, sie ist da. Einer der letzten Großbetriebe in Brandenburg, die Firma ArcelorMittal (früher EKO Stahl) in Eisenhüttenstadt drosselt angesichts der schwachen Nachfrage ihre Produktion erneut um die Hälfte. Ende April werde die Roheisenproduktion auf nur noch 25 Prozent heruntergefahren, sagte Betriebsratschef Holger Wachsmann dem Berliner "Tagesspiegel". Wachsmann befürchtet, dass die bisherigen Einsparungen der Konzernführung nicht reichen werden. Auf lange Sicht sei der Standort Eisenhüttenstadt gefährdet. Wenn künftig nur noch der kleinere der zwei Hochöfen in Eisenhüttenstadt betrieben werde, sei die Produktion nicht mehr rentabel. Am Ende drohe womöglich die Schließung.

Ist ja nicht so schlimm, für Beschäftigung während der Arbeitslosigkeit ist gesorgt. Zum Beispiel kann man sich als Arbeitsloser beim Tag der offenen Tür der Behörde der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU) über völlig neue Verfahren zur Rekonstruk­tion zerrissener Stasi-Akten informieren. Mit Hilfe eines am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) in Berlin entwickelten Computerprogramms werden dort die Papierschnipsel erst digitalisiert und dann virtuell zusammengesetzt. In reiner Handarbeit - wie zurzeit noch praktiziert - würde die Rekonstruktion der Akten noch mehrere Hundert Jahre dauern. Sicher ist jedenfalls wohl jetzt schon, dass es die Stasi-Behörde noch 100 Jahre geben wird. Jedenfalls bekommt Brandenburg 20 jahre nach dem Mauerfall endlichendlichendlich einen Stasibeauftragten.

Wenn ich mir auch dazu einen Kommentar erlauben darf ? Danke. Also, in meiner Jugend gab es ein Sprichwort: Kein Hemd auf dem Arsch, aber eine weiße Java fahren. Heute könnte man das etwas abwandeln. Vielleicht in : "Kein Hemd auf dem Arsch, aber 'ne schöne Stasiunterlagenbehörde" ? So 'ne Super-Behörde mit tausend qualifizierten Chefs - bis auf die Gallionsfigur natürlich alle aus dem Westen- und ab und zu mal so'n richtiger knalliger, "enthüllender" Aktenfund oder 'nen Buch von Hubertus Knabe über das wahrhaft fürchterliche Leben in der DDR lenken doch auch wunderbar von eigener Arbeitslosigkeit und Elend ab...

Zitate nach: Siegfried Wenzel- Von wegen Beitritt, Verlag Das neue Berlin 2008, und "Märkische Oderzeitung" vom 4. März 2009
Grafik: 20 Jahre Einheit - die Mauer steht noch (Gerd Altmann, www.pixelio.de)

Dienstag, 14. April 2009

Demokratie und Gleichheit


"Demokratie impliziert Gleichheit der Rechte. Die Bürgerinnen und Bürger sind jedoch nur vor staatlichen Gesetzen gleich, vor den "Gesetzen" der vorherrschenden Wirtschaftsordnung sind sie jedoch kraß ungleich. Hier entscheidet nicht die Mehrheit, sondern das Eigentum. Deshalb war unsere bürgerliche Demokratie von allem Anfang an nur eine halbe. Und diese Hälfte schrumpft zusehends, je mehr die undemokratische Wirtschaft die demokratische Politik dominiert." (Rolf Hochhuth in seinem Schauspiel "McKinsey kommt")

Daher also die ganze Lobbyarbeit am Regierungssitz Berlin,das Aufquietschen der Regierung, wenn nach den Milliardenpaketen für das Kapital auch die Arbeitnehmer etwas mehr haben wollen als eine Abwrackprämie, die Gelddruckmaschine für abgetakelte Banken usw.. Und dass nur der Recht bekommt, der auch bis zum BGH oder BVG dafür zahlen kann, steht auch auf diesem Blatt. An dieser Demokratie muss noch viel gearbeitet werden, ehe sie ihren Namen auch verdient...

Grafik: Volksvertreter (Stephan Bratek/geralt; www.pixelio.de)

Montag, 13. April 2009

Ostern 2009 in Schönow

Mit zwei Zitaten ist unser Osterfest in diesem Jahr ausreichend beschrieben. Das erste heißt "Si hortum in bibliotheca habes, deerit nihil" von Marcus Tullius Cicero, was bedeutet, dass "wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, (es) dir an nichts fehlen (wird)". Wir haben also eine Menge in unserem zur Zeit raketenhaft aufblühenden Garten gewirkt und viel geschafft. Wie in jedem Jahr hat mich mein Heuschnupfen zwar ausgebremst, aber in den Niespausen konnte ich immerhin zwei Bücher auslesen. Außerdem wurde viel mit dem Willy-Hund herumgelaufen, früh ins Bett gegangen und sich erholt. Trotzdem ist es ganz gut, dass es morgen wieder losgeht. Denn sollte dieses Wohlleben so weiter gehen, könnte man sich daran gewöhnen. Und außerdem hat George Bernhard Shaw Recht, der da sagte: "Ein immer währender Feiertag ist eine gute, allgemein verständliche Definition von Hölle:"

Deutsche zweiter Klasse, Teil 2


"Die Sächsische Akademie der Künste hat vor einem Ost-West-Konflikt in der Kulturpolitik gewarnt. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer dürfe es nicht sein, dass die deutsche Kultur noch als Zwei-Klassen-Gesellschaft begriffen wird, schrieb Präsident Udo Zimmermann in einem offenen Brief an Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Hintergrund ist das Projekt "60 Jahre, 60 Werke" in Regie der "Bild"-Zeitung und des Energiekonzerns RWE. Dabei werden wichtige Werke deutscher Künstler vorgestellt und später ausgestellt. Dem 14-köpfigen Beraterteam gehört nur ein Sachverständiger aus dem Osten an.

Zimmermann, einer der international bekanntesten deutschen Komponisten, kritisierte, dass keiner der Museumsleute, Publizisten und Galeristen beteiligt wurde, "die sich in der DDR gegen ideologische Restriktionen zur Wehr gesetzt und um künstlerische Freiheit gerungen haben". Er bat Schäuble, seinen Einfluss geltend zu machen, um das Beratergremium vor allem mit Blick auf geplante Ausstellung zu erweitern. Zugleich dankte er den Initiatoren des Projekts für ihr Engagement."

Soweit eine dpa-Meldung vom 8. April 2009. Nun ist Zimmermann ja selbst ein Ossi, aus Dresden. Und ich frage mich, warum man eigentlich 20 Jahre nach dem Anschluss immer noch so servil auftreten muss ? Schäuble hat mehr als einmal deutlich klar gemacht, dass er von den Ostdeutschen und ihren Leistungen oder Erfahrungen mehr oder weniger gar nichts hält. Was kann ein Ossi noch von einem Bundesinnenminister erwarten, dem man anlässlich der Eröffnung der Anschlussverhandlungen zwischen DDR und BRD die Sätze in den Mund legte " Liebe Leute, es handelt sich um einen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik – nicht um die umgekehrte Veranstaltung. WIR haben ein gutes Grundgesetz, das sich bewährt hat. WIR tun alles für euch. Ihr seid herzlich willkommen. WIR wollen nicht kaltschnäuzig über eure Interessen hinweggehen. Aber hier findet nicht die Vereinigung zweier Staaten statt." Heuchelei ? Nein, aus seiner Sicht nicht, eher typisch für einen Machtpolitiker seines Schlages. Diese Art von Politiker sagt auch immer die Wahrheit. Und sollte doch mal eine Staatsanwaltschaft gegen ihn ermitteln, stellt sie das Verfahren ganz schnell wieder ein.

Dieser Mensch hat nichts dazu gelernt, ich erinnere da nur an die "Hall of Fame" des deutschen Sports, die zu einer "Hall of Shame" der (west-) deutschen Politik mutierte. Deshalb ist es an der Zeit, dass man ihm und ähnlichen Kandidaten endlich mal mit entschlossenen Worten entgegentritt...

Grafik: Ist die Mauer wirklich weg ? 20 Jahre Deutsche Demokratische Freiheit (gerd Altmann, www.pixelio.de)

Freitag, 10. April 2009

Der normale Bundestagsabgeordnete: Angepasst, unkritisch, uneigenständig


Manchmal, wenn ich wieder mal so richtig auf "die da oben" oder "die Politiker" geschimpft habe, frage ich mich, ob ich eigentlich nicht zu viel verlange oder etwas falsch sehe: Es können ja nun wirklich nicht nur Idioten,Faulpelze, Duckmäuser und Karrieristen über die Geschicke der Kommunen, Kreise, Bundesländer, Deutschlands und der EU bestimmen. In meine Zweifel hagelt dann regelmäßig ein Artikel von dieser Art und ich merke, dass ich in meiner Kritik noch viel zu harmlos bin. Schade ist lediglich, dass Erkenntnisse wie in diesem Artikel wohl nur noch von so weit rechts kommen...

Foto: "Dem deutschen Volke" (Dieter Schütz, www.pixelio.de)

Wörterbuch Ost-west, Teil 8

Heute,passend zum Osterfest,ein Beitrag zum Thema Frieden, und zwar zu den Armeee der beiden deutschen Staaten, die sich auf deutschem Boden unversöhnlich gegenüber standen:

NVA (Nationale Volksarmee) der DDR: Hatte bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1990/91 und dem Verkauf ihrer Waffen in Krisengebiete durch die neuen Herrscher die Aufgabe, den Feind an der innerdeutschen Grenze solange aufzuhalten, bis richtiges Militär kommt.Stand niemals im Krieg, auch nicht gegen den inneren Feind,und marschierte auch nicht ins Ausland (Auch wenn noch so viel darüber schwadroniert wird).

Bundeswehr der Bundesrepublik Deutschland: Bis zu ihrem Sündenfall (der Beteiligung am durch das Völkerrecht nicht gedeckten Jugoslawien-Einsatz der NATO unter Schröder (SPD) und Fischer (Grüne) und den darauf folgenden Auslandseinsätzen unter den Kriegsministern Scharping und Struck) hatte sie die Aufgabe,den Feind an der innerdeutschen Grenze solange aufzuhalten, bis richtiges Militär kommt. Seit einiger Zeit wird die Bundeswehr umgebaut, um besser ihre Kriegseinsätze in aller Welt bestehen zu können...

Wie war das doch gleich? Friede auf Erden, passend zu Ostern.

Mittwoch, 8. April 2009

Kein Osterhase


Unser Willy- Hund ist wirklich kein Osterhase. Oder würde ein Hase so friedlich in einem Bett kuscheln? Dass Willy, der alte Kulturfolger, seinen Mittagsschlaf unerlaubterweise fast immer in meinem Bett verbringt, ist natürlich kaum zu entschuldigen...

Foto: © fv 2009

Nein, wir brauchen kein schärferes Waffenrecht, nein !

"Während gegen 14 Uhr Bestatter die beiden Leichen abtransportierten, durchsuchten Kripo-Beamte im 25 Kilometer entfernten Dingolfing die Wohnung von Franz-Josef N. Dort entdeckten sie auch den ordnungsgemäß versperrten Waffenschrank des Sportschützen. Kriminalrat Schröcker: „Er war berechtigt, eine Kleinkaliber-Langwaffe, eine Kleinkaliber-Sportwaffe und eben die Tatwaffe vom Kaliber 357 Magnum zu führen.“ Auch der Amokläufer von Winnenden Tim K. war ein geübter Sportschütze." (Zitat: Welt-online vom 7. April 2009 zum Blutbad in Landshut)

Was wird der Politik dazu wieder einfallen ? Kennt Ihr den Suppenkasper? "Ich esse meine Suppe nicht, nein, ich esse meine Suppe nicht, nein, meine Suppe ess' ich nicht, usw." Dann kennt Ihr auch die Antwort auf diese erneute Blutbad: Nein, wir brauchen kein schärferes Waffenrecht, nein, wir brauchen kein schärferes Waffenrecht, nein,wir brauchen kein schärferes Waffenrecht, nein ! Hat was gebetsmühlenartiges und auch was friedliches, pünktlich zum christlichen Osterfest.Und Ihr wißt doch auch, wie die Geschichte vom Suppenkasper ausging, oder ?

Aber denken wir doch mal weiter: Warum gibt es auf den meisten deutschen Autobahnen kein Tempolimit ? Richtig, damit die deutsche Autoindustrie damit werben kann, dass die von ihr produzierten Autos unter harten Praxisbedingungen getestet werden. Denn Deutschland muss Exportweltmeister bei Autos bleiben. Werbung politisch alimentiert. Jedes Jahr mit hunderten Toten und Milliardenschäden. Und warum gibt es kein hartes Waffenrecht? Richtig, Deutschland muss wenigstens seinen Platz 3 bei den Waffenexportweltmeistern verteidigen.Beim deutschen Rüstungsexport ging es 2006 immerhin um 7,7 Milliarden Euro. Neuere Zahlen gibt es nicht. Zwischen 1996 und 2006 hat sich zum Beispiel die deutsche Ausfuhr bei Kleinwaffen - das sind Waffen, für deren Bedienung und Transport maximal zwei Personen benötigt werden - beinahe verzehnfacht. Genau deshalb braucht man natürlich Abenteuerspielplätze, gern werden auch Schulen und Gerichtsgebäude genommen...

Heute mal wieder zu Lokalredaktionen


Aus aktuellem Anlaß ein aktuelles Marx-Zitat:

" Das religiöse Elend ist in einem Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem der Protest gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist ein Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes." (aus: Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie)

Zwei Anlässe bringen mich heute wieder einmal zu Marx und Religion: Einmal natürlich das anschwellende Gekreische aller Kirchen in allen Massenmedien wegen Ostern. Jedes Jahr wieder und jedes Jahr ähnlich blöd und langweilig wie Kölner Karneval. Den zweiten Grund liefert auch ein Massenmedium: Unsere aberwitzige Lokalzeitung, die "Märkische Oderzeitung". Schlecht gemacht, stramm auf Linie der Herrschenden und ihrer Meinung, mit schlechter Rechtschreibung und noch schlechterer Grammatik.Die Kinderwitze und "Hägar der Schreckliche" als Comic sind gut. Sonst fast nichts. Zum zweiten Mal innerhalb von 3 Wochen und unabhängig vom Osterfest liefert sie heute eine ganze Zeitungsseite unter dem TItel "Glauben und Welt" ab. Der Witz dabei ist, dass die "MOZ" eigentlich offiziell gar keine Kirchenzeitung ist.Trotzdem dürfen die allgegenwärtigen Pfaffen mit unserem Abo-Geld ihre Positionen frech immer weiter ausbauen. Vor einigen Wochen hatte man bei "MOZ"ens eine große Leserumfrage gestartet. Die Leser sollten einen Riesenfragebogen ausfüllen. Im wesentlichen ging es darum, was die Zeitung besser machen könne. Auf die Auswertung warten wir nun schon eine ganze Weile.Wenn die Leser in der Umfrage so vom Leder gezogen haben, wie sie es fast immer in ihren Leserbriefen tun, wird die "Bearbeitung" der Umfrageergebnisse wohl noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Interessant sind ja an der "MOZ" eigentlich nur die Leserbriefe. Offensichtlich hat man wohl in der Redaktion Probleme, so richtig angepasste und hurrapatriotische Briefe zu finden und muss daher eine Vielzahl von kritischen Leserbriefen veröffentlichen. Und was die Leser der Redaktion als Reaktion auf die oftmals grässlichen Artikel - vor allem zur DDR-Geschichte oder zu den glorreichen vergangenen 20 Jahren - um die Ohren hauen, ist meistens köstlich. Wahrscheinlich hätte ich bei einer ähnlichen Resonanz als Redakteur schon längst in den Sack gehauen...

Foto: Zeitungsente (berwis, www.pixelio.de)

Montag, 6. April 2009

Neofaschist rettet NATO


Von vielen unbemerkt,hat sich die rechtspopulistische Partei “Forza Italia” des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi Ende März mit der “Alleanza Nazionale” (AN), Partei der italienischen Neofaschisten und momentan zweitgrößte Regierungspartei Italiens, zur rechten Einheitspartei “Popolo della Liberà” (PDL, Volk der Freiheit) vereinigt. Bereits im April 2008 hatten beide Rechtsparteien als Bündnis unter gleichem Namen die Parlamentswahlen in Italien gewonnen.Während diese Art von rechten Nazibündnissen noch im Falle Österreichs für internationales Entsetzen und eine Art politische Quarantäne des Alpenlandes aus hygienischen Gründen gesorgt hatten, wurde diese neue italienische und unappetitliche Sturmfront gegen die Demokratie von den europäischen Regierungschefs ohne weiteres Aufsehen akzeptiert. Ein fröhlich-dümmlich grinsender Berlusconi fehlt auf keinem der Fotos vom G20 -oder NATO-Gipfeltreffen. Man genierte sich nicht einmal,den neofaschistischen Ministerpräsidenten Berlusconi die NATO retten zu lassen.Er soll den entscheidenen Telefonanruf beim türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan getätigt haben, in dessen Folge die Türkei im Nato-internen Streit um die Neubesetzung des Postens des Generalsekretärs eingelenkt hat.

Da man bei B. schon des öfteren den Eindruck hatte, es mit einem autistischen Schimpansen zu tun zu haben (ich bitte alle Autisten und Schimpansen für den Vergleich um Vergebung) und er diesen Eindruck mit seiner Dauertelefoniererei beim Gang der Staatschefs über den Rhein noch verstärken musste, geben wir hier zu seiner Ehrenrettung den Wortlaut seines überaus wichtigen Telefongesprächs mit Erdogan wieder:
"... ja, wir führen jetzt in Italien wieder die Schwarzhemden ein und jede Stadt über 5000 Einwohner bekommt ein Mussolini-Denkmal, naja, neben meinem ist da bestimmt noch Platz... Ja, ihr könnt Euren fundamentalistischen Kampfgruppen grüne Hemden anziehen, ich habe mit der Merkel gesprochen, die FDJ-Hemden waren blau... Ja, die Vielehe könnt Ihr auch einführen, die machen wir in Italien auch, jedenfalls für mich und nur für große, blonde Frauen. Handabhacken und öffentliche Hinrichtungen wegen Mohammed-Karikaturen? Kein Problem, machen wir in Italien auch, jedenfalls bei meinen Gegnern..." Nach einer weiteren Reihe von derartigen Zugeständnissen an die Türkei stimmte Erdogan dem neuen Generalsekretär Rasmussen zu...

Karikatur: Nach dem Ende des faschistischen Italiens bläst Hitler die Gummipuppe Mussolini zum "Staatschef" an der Spitze des faschistischen Satellitenstaates, der sog. Republik von Salo, auf.

Sonntag, 5. April 2009

Sauerstoffmangel oder: Was wir dem NATO-Gipfel verdanken


Die vier apokalyptischen Reiter PEST,KRIEG, HUNGER und TOD hatten sich wohl zum NATO-Gipfel gerade in die Gestalten Sarkozy, Merkel, Obama und Berlusconi verwandelt.Anders ist es nicht zu erklären, dass - wie uns "Bild am Sonntag" heute auf der ersten Seite als weltbewegenes Ereignis mitteilt - Margarete Schreinemakers einen sechsminütigen Herzstillstand überlebt hat. Sie soll schon wieder über neue Fernsehprojekte nachdenken. Wie wir aus dem Biologie-Unterricht an der Schule wissen (wenigstens wir ehemaligen DDR-Bürger wissen es, die anderen haben es eventuell in der Kurzfassung bei Dr. Sommer in "Bravo" und zwar in Bezug auf den Orgasmus des gemeinen Teenagers gelesen), führt längerer Herzstillstand unweigerlich zu Sauerstoffmangel im Gehirn und dort zu irreparablen Schäden. Bei Frau S. konnte da glücklicherweise nicht mehr viel passieren und so bleibt sie uns erhalten. Dem NATO-Gipfel sei dank.

Überhaupt, die apokalyptischen Reiter: Es gibt die Theorie, dass nicht nur der Weltuntergang, sondern jede auch noch so läppische Katastrophe der Menschheit ihre speziellen Ulanen hätte. Terry Pratchett spricht z. B. von den vier apokalyptischen Reitern des Schnupfens.Sie heißen SCHNIEFEN, ERKÄLTET, LAUFENDE NASE und KEINE TASCHENTÜCHER. Es wäre nun der Ehren zuviel, Frau S. zu einem für das schlechte Fernsehen zuständigen berittenen Boten zu ernennen. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege: Sie könnte immerhin die Mutter von VERBLÖDUNG sein. Mit einem von den übrigen drei, nämlich mit MUSIKANTENSTADEL, WETTEN,DASS.., DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR oder PETER HAHNE ist sie wohl eher nicht verwandt...

Abbildung: Die apokalyptischen Reiter, Holzschnitt von Albrecht Dürer

Freitag, 3. April 2009

G20 und unser Nationalreichtum

Eigentlich wollte ich über die G20-Tagung kein weiteres Wort verlieren. Zu lächerlich sind die Sprüche, aber vor allem die dummen Fotos z.B. von solchen Koryphäen (man beachte den Dreiviertelnazi neben Indien !) , die durch die Nachrichtenmagazine geistern. Jetzt opfern die sich sogar beim Frühstück für uns auf! Es erübrigen sich alle Kommentare, selbst wenn mir Zynismus nicht ganz fremd ist. Allerdings habe ich heute Morgen ein treffendes Zitat gefunden, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:


" Der einzige Teil des so genannten Nationalreichtums, der wirklich in den gesamten Besitz der modernen Völker eingeht, ist - ihre Staatsschuld."


Das meinte Karl Marx im „Kapital“. Aber keine Angst, ab 2020 darf der Staat keine Schulden mehr machen. Wieviele Krisen wohl bis dahin noch kommen werden ...


Grafik: All the games people play (Gerd Altmann, www.pixelio.de)

Donnerstag, 2. April 2009

"Liberale" oder: Warum man auch die FDP nicht wählen kann

"Ich baue auf die deutsche Justiz; es muss gelingen, das SED-Regime zu delegitimieren" sagte der damalige Bundesjustizminister Kinkel auf dem 15. Deutschen Richtertag im September 1991.

An diesem Ausspruch sind mehrere Dinge interessant:
  • Wie immer setzt man "deutsch" mit "bundesdeutsch" gleich, eine Anmaßung, die bis in heutige Tage weiterwirkt,
  • Die FDP - die sonst immer die Abwesenheit des Staates in allen Dingen predigt- gibt hier eindeutig eine Handlungsmaxime für die Exekutive vor,
  • In der Folge wurde "SED-Regime" von allen westlichen Beteiligten mit "DDR" gleichgesetzt, was dazu führte, dass ganz offiziell und mit höchstem Eifer daran gegangen wurde, NICHTS, aber auch wirklich NICHTS von der DDR übrig zu lassen. Palast der Republik, Ahornblatt in Berlin, die im Westen ungeliebten "Plattenbauten" mußten und müssen weg. Vom Kahlschlag der Industrie und im sogenannten "Überbau", also Kultur, Kunst und Bildung wollen wir erst gar nicht reden.
Man hat mit dieser üblen Politik erreicht, dass ein Großteil der Ostdeutschen sich immer noch ausgegrenzt fühlt, da ihre Lebensleistung in einem fort herabgewürdigt wird. Von den übrigen Ungerechtigkeiten auch 20 Jahre nach dem Mauerfall gar nicht zu reden. Und natürlich wundert sich jetzt gerade die FDP, deren damaliger Oberbonze den Startschuss für diese Politik gab, dass sie im Osten keinen Fuss auf die Erde bekommt. Und man ist noch mehr erschreckt, denn wie die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung heraus bekommen hat, würde fast jeder zweite Ostbürger dem Sozialismus noch einmal eine Chance geben. Die Resultate der Studie weisen vor allem auf Kritik am Kapitalismus. Das System sei sozial ungerecht, meint die Hälfte der rund 3000 repräsentativ ausgewählten Bundesbürger. 64 Prozent der Bürger im Westen sind mit der gegenwärtigen Demokratie zufrieden – im Osten aber nur 53 Prozent. Die "junge welt" hat dazu den ehemaligen Bundesvorsitzenden der FDP und heutigen Vorstandschef der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung, Wolfgang Gerhardt , interviewt. Gerhardt gibt die Schuld für den Unglauben an die Zukunft des Kapitalismus natürlich wieder dem dummen Volk selbst und wiederholt wie eine Gebetsmühle, dass es für die Marktwirtschaft keine Alternative gibt. Richtig daran ist , dass Politiker nie irgendwelche Alternativen sehen, sonst wären sie nicht Politiker...

Leserbriefe und was man daraus machen kann


Unter dem Titel "Spiegel für den Schönower Kreisel" bringt die "Märkische Oderzeitung" in ihrer heutigen Bernauer Ausgabe meinen Leserbrief vom 31.3., der im wesentlichen dem Blogbeitrag "Sicher am Morgen" entspricht. Man hat immerhin ein Foto des Kreisverkehrs eingefügt. Allerdings kann es nicht sein, dass Kritik an den regierenden Lokalfürsten - und seien sie auch noch so klein - hoch kommt. Der entsprechend kritische Satz in Richtung meiner Lieblings-Ortsvorsteherin Adelheid R. wurde gestrichen. Was nicht anders zu erwarten war...

Foto: Kreisverkehr in Grenchen/ Schweiz ( Paul-Georg Meister, www.pixelio.de)

Die demokratischen Kräfte in Afghanistan

Traut man den deutschen Massenmedien und den treusorgenden Politikern, ist die Bundeswehr nicht zum Kriegführen in Afghanistan, sondern um dort den demokratischen Aufbau zu schützen. Das ist jedenfalls immer die Standardantwort, wenn vernünftige Menschen den Abzug unserer Soldaten aus diesem Land, das uns nun wirklich überhaupt nichts angeht, fordern. Wer soll denn dann den Aufbau dort unten schützen, die Frauen und die demokratischen Kräfte - sprich die demokratisch gewählte Regierung Karsai und die anderen Demokraten und Volksfreunde, die mit Karsai an die Macht gespült wurden. (Nebenbei bemerkt: Auch seine Familie von Kokshändlern) Denn mit Karsai und Konsorten kehrt doch in Afghanistan endlich die Moderne ein. So weit zu den üblichen Märchen.

Britische Medien berichten jetzt über eine Verfügung des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, die Frauen ganz entscheidende Persönlichkeitsrechte versagt. So dürfe der Ehemann seine Frau unter Gewaltanwendung zum Geschlechtsverkehr zwingen. Dieses Gesetz wurde der schiitischen Minderheit zuliebe geschaffen, als Fortführung traditioneller Familiengesetze. Die Gesetzesvorlage sei im Parlament unter strikter Geheimhaltung "durchgepeitscht" worden, erregte sich die Abgeordnete Shinkai Karokhail. Dadurch würde man noch weiter zurückfallen als in den Zeiten der Taliban-Ära. Neben der sexuellen Gewalt in der Ehe würde ein kurzes Verlassen des Hauses der Frau nur durch eine Befürwortung des Ehemannes erlaubt sein; desgleichen bei gewünschter Berufstätigkeit oder Ausbildung. Selbst Termine beim Arzt muss der Ehemann oder Vater genehmigen. Übrigens, in deutschen Medien sucht man diese Meldung wieder einmal vergeblich, wahrscheinlich, weil sie Wasser auf die Mühlen der Gegner von Kriegseinsätzen der Bundeswehr wäre.

Genau für diese feinen Demokraten vom Stile Karsais und für diese Art von Freiheit werden da unten unsere Steuergelder verprasst...

Sardinen in der Büchse: Der ADAC-Schulbus- Test


"Sind Schüler in unserem Land weniger wert als Vieh ? " fragt eine wütende Mutter aus Eppingen in Baden-Würtemberg im ADAC-Schulbustest 2009. Wenn man sich den Test zu Gemüte führt, muss man die Frage nachdrücklich bejahen. Der ADAC testete zunächst den Gesetzgeber, der einen Quadratmeter Schulbusfläche für 8 Schüler mit Schultasche vorsieht. Man baute einen Glaswürfel mit einem Quadratmeter Grundfläche und pferchte 8 Kinder hinein. Ergebnis: Acht Kinder passen zwar rein, aber nur wenn 3 Schulranzen draußen bleiben. Das ist der tagtägliche Wahnsinn für viel zu viele Schüler in Deutschland. Früh aufstehen, auf den Bus warten, sich hineindrängen, eingepfercht gegen Übelkeit und Rangeleien ankämpfen. Und das bis zu anderthalb Stunden hin und am Nachmittag anderthalb Stunden zurück. Gibt es einen Unterschied zum ebenfalls moralisch unerträglichen Schlachtviehtransport auf der Autobahn ?

Die ADAC-"Motorwelt" untersuchte insgesamt 72 Hin- und Rückfahrten in zwölf Bundesländern. Dazu kamen 89 Schulbusse , die von ADAC-Sachverständigen im Zuge von Polizeikontrollen auf ihren technischen Zsuatnd überprüft wurden. Die Liste der Mängel ist lang: Bei jeder vierten Fahrt wurde zu schnell gefahren, jeder dritte Bus hatte Verspätung oder war überfüllt. Jeder achte Bus zeigte erhebliche technische Mängel, einer wurde sogar sofort aus dem Verkehr gezogen. Es gab Problem mit der Lenkung, mit den Bremsen oder mit den Reifen. Nothämmer fehlten, Notausstiege waren nicht frei zugänglich, in einem Bus ging die hintere Tür nicht mehr auf, in einem anderen war sie mit zwei nachträglich eingebauten Klappsitzen verbarrikadiert. Und das waren nur die paar kontrollierten Busse. Wie sehen die übrigen aus ?

Eltern, die sich beschweren, laufen ins Leere. "Natürlich" fehlt wie immer das Geld. Das braucht man für "bad banks" oder Abwrackprämien oder unsere glorreichen Truppen in Afghanistan. Beim Ranking (www.adac.de/bustest) fällt aber auf, dass ausgerechnet die reichsten Bundesländer wie BW, Bayern und Hessen am schlechtesten abschneiden. Also ist es vor allem eine Einstellungsfrage bei den Verantwortlichen. (Wenn man, wie Hessens Koch, ständig die Welt und Hessen vor dem Kommunismus retten muss, hat man natürlich keine Zeit für andere Dinge)

Eine Mutter aus dem Saarland schreibt: " Unsere Kinder müssen laut Gesetz im Auto angeschnallt sein oder auf Kindersitzen Platz nehmen. Auf dem Beifahrersitz dürfen sie erst ab einer bestimmten Größe sitzen. Aber wie sicher unsere Kinder in Schulbussen befördert werden, scheint keine verantwortliche Person wirklich zu interessieren."

Das geht gut bis zum nächsten großen Schulbus-Unfall mit vielen Toten und Verletzten. Dann wird man (wieder einmal) ein großes Spektakel auf allen Polit- Hühnerhöfen dieser Republik anstimmen, um kurz danach wieder in den geruhsamen Beamtenschlaf zu verfallen oder sich wichtigeren Dingen, wie z.B. der eigenen Karriere, zu widmen...

Quelle: ADAC-Motorwelt 4/2009
Foto: Schülertransport in Thailand (Manfred Schütze, www.pixelio.de)

Gesinnungsdiktatur und "Pro Reli"


Die Diktatur (v. lat. dictatura) ist eine Regierungsform, die sich durch eine einzelne regierende Person, den Diktator (Führer), oder eine regierende Gruppe von Personen (z. B. Partei, Militärjunta, Familie) mit unbeschränkter Macht auszeichnet. So die Definition von Wikipedia. Aus eigener Erfahrung oder aus der Geschichte weiss ich, dass sich Diktatoren oftmals zunächst demokratischer Mittel bedienen, dabei einen sogenannten "Volkswillen" vorschützen und dann ihre Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit aufrichten. Ich würde zu den oben genannten Gruppen von Personen auch noch die Kirche zählen. Denn wie will man erklären, dass 29,2 % der Berliner Bürger, die noch in irgendeine Kirche rennen - das sind 981.000 - dem Rest von 2,379 Millionen unbedingt ihr "Pro Reli" aufdrücken wollen ? Ich nenne das Gesinnungsdiktatur und Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit. Dazu kommt noch, dass diese Minderheit gar keiner unterdrückt. Im Gegenteil: Die Spinner dürfen ihre armen Kinder sogar verblöden lassen - nur nicht an einer staatlichen Schule. Und, wie sagte da ein Regierender Bürgermeister zwar im anderen Zusammenhang, aber nicht weniger treffend: "... das ist auch gut so."

Zahlen aus der "Märkischen Oderzeitung" von heute.
Foto: "St. Pinguin" (Anne-Lena Ramm, www.pixelio.de)

Impressum und V.i.S.d.P.

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...