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Samstag, 30. Juli 2011

Regen? Regen!

Wunderbares Wetter! Endlich regnet es mal. Seit drei Tagen und Nächten. Wie bei Allem in Deutschland wird heillos übertrieben. Noch schwimmen die Goldfische nicht im Garten spazieren. Noch nicht.

M. hat einen schönen Apfelkuchen gebacken. Wir warten auf Besuch. Wenn jemand den Nero sucht: Der ist in seinem Schlafkorb.Er macht das, was unsere Vorfahren, die Höhlenmenschen,seinen Vorfahren in die Gene gepflanzt haben. Bei Regen wird geschlafen! Na ja,machen wir morgen. Morgen ist auch noch ein Regentag...

Foto: © fv 2011

Freitag, 29. Juli 2011

Schon wieder ein Gedicht...

...Ich bin ein Pilger ...

Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt;
der Feuer sieht und weiß nicht, wo es brennt;
vor dem die Welt in fremde Sonnen rennt.

Ich bin ein Träumer, den ein Lichtschein narrt;
der in dem Sonnenstrahl nach Golde scharrt;
der das Erwachen flieht, auf das er harrt.

Ich bin ein Stern, der seinen Gott erhellt;
der seinen Glanz in dunkle Seelen stellt;
der einst in fahle Ewigkeiten fällt.

Ich bin ein Wasser, das nie mündend fließt;
das tauentströmt in Wolken sich ergießt;
das küßt und fortschwemmt ? weint und froh genießt.

Wo ist, der meines Wesens Namen nennt?
Der meine Welt von meiner Sehnsucht trennt?
Ich bin ein Pilger, der sein Ziel nicht kennt.

Erich Mühsam


Erich Kurt Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin; † 10. Juli 1934 im KZ Sachsenhausen bei Oranienburg) war ein deutscher Autor und Publizist. An der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wurde er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt und nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freigelassen. In der Weimarer Republik kämpfte er in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener. In der Nacht des Reichstagsbrandes nahmen ihn die Nazis fest und brachten ihn in das KZ Sachsenhausen. Nach über 16-monatiger „Schutzhaft“ schlugen ihn dann SS-Leute tot, seine Leiche wurde aufgehängt. Die Meldung in der Nazi- Presse lautete: „Der Jude Erich Mühsam hat sich in der Schutzhaft erhängt“.

Seine Mithäftlinge berichteten allerdings von der Ermordung Mühsams im Zimmer des Lagerkommandanten. Die internationale Presse meldete den Tod Mühsams als Mord des Naziregimes. Er wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt. Die später als Ehrengrab der Stadt Berlin angelegte Grabstätte befindet sich im Feld 015-479.

Und wer sich bei diesem Wetter etwas näher mit dem Werk dieses sehr poetischen, aber auch sehr politischen und kämpferischen Menschen beschäftigen möchte, hat auf den Seiten der Erich-Mühsam-Gesellschaft dazu Gelegenheit...

Donnerstag, 28. Juli 2011

Leben begreifen

"Wenn du das Leben begreifen willst, glaube nicht, was man sagt und was man schreibt, sondern beobachte selbst und denke nach." meinte Anton Pawlowitsch Tschechow (Антон Павлович Чехов , * 17.jul./ 29. Januar 1860greg. in Taganrog, Russland; † 2.jul./ 15. Juli 1904greg. in Badenweiler, Deutschland) . Er war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker, dessen Erzählungen und Dramen zwischen kritischem Realismus und literarischem Impressionismus zu den bedeutendsten russischen Werken des 19. Jahrhunderts gehören.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Nachdenkenswert

Aus einem "Spiegel"-Interview mit dem Schauspieler Tom Hanks:

Hanks: "... vor Jahren hat mir mal jemand verraten, was das Geheimnis des Glücks ist. Kennen Sie es?"
Spiegel: "Leider nicht."
Hanks: "Immer die Wahrheit zu sagen. Dann wird man Ihnen nie einen Strick drehen können aus irgendetwas, was Sie verbergen. Sie können immer offen sein, zu Ihren Meinungen stehen und sich zu Ihren Unzulänglichkeiten bekennen... Ich glaube wirklich daran. Und ich versuche auch, danach zu leben, vor und hinter der Kamera, im Privaten wie im Beruf."
Spiegel: "Und gelingt das immer ? "
Hanks: "Ich gebe mein Bestes."

Nicht nur für das ehemalige Nachrichtenmagazin "Spiegel" eine Maxime, die man sich hinter den Spiegel stecken sollte ! Und jetzt weiß ich auch, warum die meisten Politiker so überaus unglücklich und zerknittert aussehen...

Zitiert nach: "Wir sind immer noch Amerika!" ( Der Spiegel, 26/2011, Seite 108 ff.)

Dienstag, 26. Juli 2011

Blinde, dienstbare Hühner

"Zu verarbeiten ist die allmählich wachsende Einsicht, dass 1989 wohl doch nicht der globale Siegeszug des Bürgertums begann, sondern der Feldzug eines finanzökonomischen Monstrums, dass auch das Bürgertum zu verschlingen droht."
(aus: " Die bürgerliche Kernschmelze" - Der Spiegel 26/2011, Seite 50 ff.)


Manchmal findet scheinbar auch das blinde SPIEGEL-Huhn ein winziges, weil nur teilweise helles Korn. Und für politökonomische Laien: Das Monstrum nennt man Imperialismus. Es ist (wahrscheinlich) das höchste Stadium des Kapitalismus...

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 25. Juli 2011

Kommunalstrukturanalyse belegt Unsinnigkeit neuer Gebietsreformen in Brandenburg

Regelmäßig wird von Mitgliedern des Brandenburger Landtages das Märchen aufgetischt, dass eine erneute Gemeinde- und Kreisgebietsreform nötig sei, weil nur so effektive Strukturen und Personaleinsparungen möglich wären. Die Analyse der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen zeigt, dass dies schlichtweg unwahr ist. Die Vergleichszahlen der Flächenländer zeigen sogar, dass größere Verwaltungseinheiten nicht zu weniger sondern sogar zu mehr öffentlich Beschäftigten auf kommunaler Ebene führen.

Die Gemeinden in Brandenburg haben im Durchschnitt 5.681 Einwohner, dies sind im Bundesvergleich die neuntgrößten Gemeinden. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 6.645 Einwohnern. Die geringste Zahl öffentlich Beschäftigter je 1.000 Einwohner hat Schleswig-Holstein, das mit durchschnittlich 2.439 Einwohnern besonders kleine Gemeinden hat. Die ineffektivste Struktur (also: höchste Zahl an Mitarbeitern je 1.000 Einwohner) hat Sachsen-Anhalt, dessen Gemeinden mit 7.797 Einwohnern sogar überdurchschnittlich groß sind.

Auch bei den Landkreisen hält Brandenburg mit durchschnittlich 139.322 Einwohner im Bundesvergleich den neunten Platz. Der Bundesschnitt liegt bei 188.324 Einwohnern. Die Analyse ergibt, dass Bundesländer mit größeren Kreisen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nicht weniger, sondern mehr öffentlich Bedienstete beschäftigen. So haben alle vier Länder mit kleineren Kreisen eine effizientere Verwaltung auf kommunaler Ebene als Brandenburg, von den acht Bundesländern mit größeren Kreisen hingegen nur die Hälfte.

Schlussfolgerung:
Der Vergleich der Bundesländer zeigt, dass zwischen der Größe der Verwaltungseinheiten und der Personaleffizienz auf kommunaler Ebene nicht der Zusammenhang besteht, der regelmäßig als Begründung für die Gebietsreformen angegeben wird. Das Problem der Kommunalverwaltung Brandenburgs liegt eindeutig nicht in zu kleinen Verwaltungseinheiten. Der Zusammenschluss von Verwaltungseinheiten zu immer größeren Gebilden verschiebt lediglich die Zuständigkeiten und verlängert die Anreisewege für die Bürger, hat aber auf die Anzahl der Verwaltungsakte je Bürger und deren Abarbeitungsgeschwindigkeit im Amt keinen Einfluss.

Daher fordern die Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen den Landtag auf, die Verunsicherung der Menschen nicht weiter zu schüren. Die gewachsenen Strukturen Brandenburgs müssen erhalten bleiben. Bürgernähe darf nicht einem blinden Aktionismus geopfert werden, dessen Maßnahmen zudem auf falschen Behauptungen basieren.

Quelle: Pressemitteilung der BVB/FW - wer sich für die Analysen und zugehörigen Regressionsdiagramme interessiert, findet diese hier.

Meister für die Bürger: Zu den Bürgermeisterwahlen im Bundesland Brandenburg am 11. September , Teil 1

Der amtierende hauptamtliche Bürgermeister von Rietz-Neuendorf, Olaf Klempert, tritt im Namen der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen / Freie Wähler (BVB / FREIE WÄHLER) zur Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 an.

Herr Klempert ist seit 1991 in Rietz-Neuendorf tätig, zuerst als Amtsdirektor und ab 2003 als Bürgermeister. In seiner bisherigen Amtszeit erwies er sich als ehrlicher Sachwalter der Bürgerinteressen. Er verstand und versteht es, die Belange der Bürger über die der Parteien zu stellen. Offenheit und Einsatzwillen prägen seinen Arbeitsstil.

Um ein möglichst breites Signal zur Fortführung von Kontinuität und Kompetenz für Rietz- Neuendorf zu senden, beteiligen sich neben BVB / FREIE WÄHLER als landesweitem Dachverband der unabhängigen Wählergruppen folgende örtliche Vereinigungen am Wahlvorschlag:

  • Gegen CO2-Verpressung in Rietz-Neuendorf und anderswo (Gegen CO2-Verpressung),
  • Wähler- und Wählerinneninitiative für eine alternative Kinder- und Jugendpolitik in der Gemeinde Rietz-Neuendorf (JUKINPO) sowie
  • FFw Rietz-Neuendorf – Für den Erhalt der Feuerwehr (FFw Rietz-Neuendorf).
Die BVB / FREIE WÄHLER und die Wählergruppen wollen gemeinsam mit Olaf Klempert an der Umsetzung der Ideen zur Entwicklung für Rietz-Neuendorf arbeiten.

Auch in Zukunft sollen alle Kräfte zur Verhinderung der CCS-Technologie im Ort gebündelt werden. Weiterhin soll Gemeinschaftsprojekten für Kinder und Familien ein Vorzug vor teuren Prestigeobjekten gegeben werden, einhergehend mit einer aktiven Arbeit mit und für die Seniorinnen und Senioren.

Durch das bisherige Wirken des Amtsinhabers ist eine völlige Schuldenfreiheit des Ortes bei Investitionskrediten noch in der kommenden Wahlperiode angestrebt und realistisch. Ein weiterer Schwerpunkt wird auch der Erhalt der Identität und der prägenden Strukturen der 14 Ortsteile der Gemeinde und das Engagement gegen eine erneute Gemeindegebietsreform sein. In den nächsten Wochen wird Bürgermeister Klempert in zahlreichen Bürgergesprächen und Informationsrunden für seine Inhalte und Person werben. Die BVB / FREIE WÄHLER rufen alle Rietz-Neuendorfer auf, ihre Ideen aktiv einzubringen.

Péter Vida
Landesvorsitzender BVB / FREIE WÄHLER

Bärbel Ellwitz
Sprecherin der Wählergruppe Gegen CO2-Verpressung

Regina Tautrims
Sprecherin der Wählergruppe JUKINPO

Frank-Michael Wulf
Sprecher der Wählergruppe FFw Rietz-Neuendorf


Kurze Erklärung meinerseits: Leider ignorieren die Medien gerade in der letzten Zeit des- öfteren unsere Presseerklärungen. Aus welchen Gründen auch immer. Ich bin zwar kein Freund von Verschwörungstheorien, aber es fällt schon etwas auf. Gleichzeitig verstärkt sich die Hetze gegen unsere Kandidaten und Volksvertreter oder man bringt vermeintlich "lustige" Glossen über sie in der Zeitung, weil man als "unabhängiger" Journalist auf den Posten als Pressereferent eines näher bekannten Bürgermeisters spekuliert - wie die Spatzen von den Dächern pfeifen. Allerdings sind das alles sehr durchsichtige Manöver, die auf die Urheber zurück fallen werden.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, hier in loser Folge die von den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/ Freie Wähler nominierten Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 kurz vorzustellen bzw. die Presseerklärungen zu übernehmen. Wir möchten ja nicht tot geschwiegen werden...

Bürgerhaushalt für Naturschutz

Auf Anregung mehrerer Fraktionen ist in der Bernauer Stadtverordneten- versammlung erstmals beschlossen worden, dass 50.000 Euro des kommenden Haushaltes 2012 durch die Bürgerinnen und Bürger vergeben werden. Die Bernauer haben dazu 148 Vorschläge eingereicht. Von diesen hat der Finanzausschuss 20 Favoriten ausgewählt.

Wir freuen uns, dass der Vorschlag "Verbesserter Schutz von Flora und Fauna im Naturschutzgebiet "Faule Wiesen"" in die Favoritenliste aufgenommen wurde.

Die Situation im NSG "Faule Wiesen" ist ernst. Obwohl das Gebiet längs der Panke im Bernauer Ortsteil Schönow per Landesgesetz geschützt ist, wird es vor allem durch Anwohner und Wochenendgartennutzer zunehmender Vermüllung ausgesetzt. Lebensraum für seltene Tierarten wird durch Abfälle und Dreck zugeschüttet. Lebensraumfremde Pflanzen, die durch Gartenabfälle eingetragen werden, verdrängen zunehmend die ansässigen Wildpflanzen. Das Gebiet dient als Wasserrückhaltesystem der Panke, was sich vor allem bei starken Regenfällen bewährt. Aber auch die vielen kleinen Teiche und Wasserläufe werden langsam, aber sicher durch die Anwohner zugeschüttet. Nachdem die Regionalpresse von den dort im NSG wachsenden wilden Orchideenarten berichtet hatte, wurden diese von kriminellen Umweltvandalen ausgegraben, ihr Lebensraum damit vernichtet. Fast jeden Tag erlebt man Anwohner oder Berliner aus Wochenendgärten, die ihre Abfälle im NSG entsorgen, das Gebiet mit dem Auto befahren oder ihre Hunde dort jagen lassen und dabei keinerlei Unrechtsbewußtsein empfinden. Interventionen beim zuständigen Umweltamt der Kreisverwaltung bzw. bei den Ordnungsämtern von Bernau und Panketal führten zu keinerlei Veränderung, obwohl einige der Täter bekannt sind.

Nun liegt es jedenfalls an den Bernauern, aus den 20 Vorschlägen zum Bürgerhaushalt den/die Sieger zu küren. Wenn Sie Bernauer sind, füllen Sie bitte das Amtsblattformular (das entsprechende Amtsblatt ging an jeden Bernauer Haushalt) aus und geben unserem Vorschlag (Nr.3) fünf Punkte. Beachten Sie, dass jeder Bernauer ab 14 Jahren stimmberechtigt ist. Hier geht's zum Formular: http://bernau.de/images/pdf/amtsblatt-pdf/amtsblatt2011/juni11_2.pdf

Natürlich gibt es auch viele andere gute Vorschläge. Aber manches wird ohnehin in den regulären Haushalt eingeplant, manches ist finanziell abwegig. Es gilt, die Aktivitäten unserer Mitstreiter für eine vernünftige Sache, die Erhaltung unserer Umwelt im natürlichen Wasserrückhaltesystem der Panke zu unterstützen und den Einsatz engagierter Bürger zu honorieren.

Stimmen Sie daher bis 31.07.2011 für den Vorschlag Nummer 3.

Foto: Pankewiesen im NSG "Faule Wiesen" ( © fv 2009)

Glück und Bücher

"Streng genommen hat nur eine Sorte Bücher das Glück unserer Erde
vermehrt: Die Kochbücher. "

meinte Joseph Conrad, eigentlich Józef Teodor Nałęcz Konrad Korzeniowski (* 3. Dezember 1857 in Berditschew, Gouvernement Kiew, Russisches Kaiserreich, heute Berdytschew, Ukraine; † 3. August 1924 in Bishopsbourne nahe Canterbury, England). Er war ein britischer Schriftsteller polnischer Nationalität. Conrad hatte erst mit 21 Jahren Englisch gelernt und schrieb fortan seine Bücher in dieser Sprache. Schon 1895 veröffentlichte er seinen ersten Roman, erlebte aber erst 1914 seinen literarischen Durchbruch mit Spiel des Zufalls. Seine Romane und Erzählungen gehören zu den berühmtesten Werken der britischen Literatur des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts.





Und auch bei Kochbüchern gilt: Kunst ist Waffe...


Foto: Omas Kochbuch (
Rolf Handke / pixelio.de)

Freitag, 22. Juli 2011

Windkraft geht auch anders

Immer mehr Gemeinden fühlen sich von immer zahlreicheren Windparks mit immer höheren Anlagen zugebaut. Die Landesregierung weigert sich, den Gemeinden mehr Platz zu lassen. Sie behauptet, die geringen Abstände seien eine Notwendigkeit, die akzeptiert werden müsse, da anders nicht genügend Raum für den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorhanden sei. Dass es auch anders geht, zeigt die kürzlich fertiggestellte Abschlussarbeit des Landespolitischen Sprechers für Umwelt und Naturschutz der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen, Robert Soyka, B.A. in Geography:


Von der Bedeutungslosigkeit Anfang der 90er ist Windenergie inzwischen zu einem wichtigen Bestandteil der Energieversorgung in Brandenburg geworden. Die Nennleistung entspricht inzwischen mehr als 4.400 MW. Der Ausbau soll laut Planung der Landesregierung auch weiter voranschreiten.

Doch inzwischen mehrt sich der Widerstand. Immer mehr Gemeinden fühlen sich von immer zahlreicheren Windparks mit immer höheren Windkraftanlagen zugebaut. Waren Mitte der 90er neu errichtete Türme selten höher als 60 Meter, sind heute 120 Meter Nabenhöhe keine Seltenheit. Während andere Bundesländer hierauf längst reagiert haben und höhere Mindestabstände zu Siedlungen festgelegt haben (1), wird in Brandenburg ohne Rücksicht auf die Anwohner in der Nähe von Wohnsiedlungen weiter gebaut. Zumal hier der geltende Mindestabstand von 1.000 Metern kaum mehr als eine „Empfehlung“ ist und in der Vergangenheit bereits oft unterschritten wurde. Abstände zu kleineren Streusiedlungen wurden oft vollständig ignoriert.

Nun soll die Windkraft noch weiter ausgebaut werden. Die installierte Leistung soll von 3.000 auf 7.500 MW gesteigert werden. Hierfür soll die als Windeignungsgebiet ausgewiesene Fläche von derzeit 370 km² um 185 km² auf 555 km² ausgeweitet werden. Als Grund für dieses rücksichtslose Vorgehen gab die Regierung „klimapolitische Ziele“ an. (2)

Trotz derzeitiger Übertreibungen in der Klimadebatte ist die Umstellung auf Erneuerbare Energien wünschenswert und wird auch von BVB / Freie Wähler unterstützt. Jedoch lehnen wir es entschieden ab, durch eine verfehlte Standortwahl Lebens- und Wohnqualität der Bevölkerung Brandenburgs sinnlos zu zerstören. Brandenburg ist eines der am dünnsten besiedelten Bundesländer Deutschlands. Es sind ausreichend abgelegene Standorte für Windräder vorhanden. Sie müssen lediglich erschlossen werden. Haupthindernis für solch abgelegene Standorte ist vor allem bei ehemaligen Truppenübungsplätzen die unzureichende Räumung der Altlasten und der Mangel an Leitungen. Beim Neubau von Windparks macht dies je nach Entfernung zum nächsten Anschlusspunkt zwischen 5 und 30% der Baukosten aus.(3) Ab einer bestimmten Distanz lohnt es sich für Investoren nicht mehr, den Standort zu erschließen. Aus diesem Grund werden bevorzugt siedlungsnahe Standorte erschlossen, da hier der Abstand zum Anschlusspunkt durch den bestehenden Anschluss der Siedlung relativ gering ist.

Auf den ersten Blick sind siedlungsnahe Windparks folglich eine ökonomisch sinnvolle Entscheidung. Jedoch berücksichtigt diese Betrachtung nicht die externen Kosten der Windparks: Die Reduktion der Wohn- und Lebensqualität der Anwohner, den Wertverlust der örtlichen Wohngebäude. Die Vorteile der Siedlungsnähe wirken für die Investoren, die externen Kosten wie Geräuschbelästigung und die Verbauung der Wohnumgebung werden hingegen auf die örtliche Bevölkerung abgewälzt. Eine solche Politik ist keinesfalls im Interesse der Bevölkerung Brandenburgs.

Beispiel Truppenübungsplätze

Die Truppenübungsplätze in Brandenburg liegen zumeist in Waldgebieten. Diese bremsen durch ihre Oberflächenrauheit den Wind. Dieser Effekt macht sich auch noch im Umfeld der Wälder bemerkbar und ist vor allem für WKA mit geringer Nabenhöhe nachteilig.(4)

Durch höhere Windkraftanlagen können jedoch auch solche Standorte erschlossen werden. Die Gesamtfläche der ehemaligen militärisch genutzten Flächen in Brandenburg beträgt rund 2.000 km². Hiervon wurden 552 km² zu Naturschutzgebieten erklärt.5 Es verbleiben also rund 1.400 km². Unter der vorsichtigen Annahme, dass hiervon unter Berücksichtigung von nahegelegenen Siedlungen und Erwägungen des Naturschutzes lediglich 20% nutzbar sind, verbleibt dennoch eine nutzbare Fläche von 300 km². Bei der Bestückung dieser Fläche mit 600 Anlagen E-126 ergibt sich bereits eine Nennleistung von 4.500 MW.

Beispiel Tagebaufolgelandschaft

Abgesehen von Truppenübungsplätzen bieten in Brandenburg rekultivierte Tagebauflächen das größte Potential an abgelegenen Standorten für Windparks. In der mit 1,6 benoteten bschlussarbeit beschäftigte ich mich daher mit der Frage, wie groß die Kapazität der rekultivierten Tagebaue in der Lausitz wäre, wenn diese in rücksichtsvoller Weise als Standort für Windkraftanlagen verwendet würden.

Standortfaktoren


Der Standort in den ehemaligen Tagebauflächen der Lausitz hätte neben des großen Abstands zu Siedlungen noch weitere Vorteile. Durch die nahegelegenen Braunkohlekraftwerke existieren vor Ort bereits hohe Fernleitungskapazitäten. Ein Neubau von Fernleitungen wäre für dieses Vorhaben folglich nicht nötig. Die nahegelegene OPAL-Erdgaspipeline würde die Einspeisung von elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff ins Erdgasnetz ermöglichen. Somit könnte auch überschüssige Energie an windreichen Tagen genutzt werden. Die Pipeline ermöglicht auch den Bau von Gaskraftwerken als Reserve für windarme Wetterlagen. Somit würde es auch keine Schwankungen in der Energieversorgung geben. Die Lausitz bliebe wie bisher ein verlässlicher Lieferant von Elektroenergie, und zwar jeden Tag und rund um die Uhr. Der größte Nachteil des Standorts sind die Bodenverhältnisse. Bei der gewählten Beispielanlage E-126 werden die Mehrkosten zur Vorbereitung des Baugrunds auf etwa 200.000 € je Anlage geschätzt. Dies macht jedoch nur 2% der Gesamtkosten dieses Anlagentyps aus.(6)

Potential

Für die Berechnung des Potentials ist neben der Windgeschwindigkeit und dem Typ der Windkraftanlage vor allem die verfügbare Fläche wichtig. Im Lausitzer Braunkohlerevier wurden bisher 533 km² Fläche rekultiviert. Hiervon wurden 301 km² als Wald rekultiviert, 76 km² sind nun Gewässerflächen und 60 km² sonstige Flächen, wie etwa Verkehrswege. Diese Flächen sind aus offenkundigen Gründen als Standort für Windkraftanlagen ungeeignet. Doch es wurden auch rund 96 km² (18%) als landwirtschaftliche Fläche rekultiviert. Diese Acker- und Weideflächen wären potentiell als Standort für Windparks geeignet. Die landwirtschaftlichen Flächen sind größtenteils weitab von Siedlungen gelegen, lediglich am Rand der Tagebaue sind einige Siedlungen zu finden. Rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Flächen sind mehr als 1.500 m von der nächsten Siedlung entfernt, wobei hierfür selbst kleinste Streusiedlungen berücksichtigt wurden. Die Nennleistung auf diesen bereits bestehenden Flächen beträgt bei der Aufstellung von 95 Anlagen des Typs E-126 etwas mehr als 700 MW. Rund 20% des bis 2020 geplanten Zubaus an Windkraftkapazität könnte also allein auf den bereits rekultivierten Tagebauflächen der Lausitz entstehen.

Nach der Rekultivierungen der derzeitigen Tagebaue werden in den kommenden 30 Jahren weitere 307 km² rekultivierter Fläche hinzukommen. Bleibt der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen konstant und verhält sich deren Abstand zu den Siedlungen ähnlich wie bisher, stehen somit insgesamt rund 75 km² Fläche für Windparks zur Verfügung. Dies erlaubt die Aufstellung von insgesamt 150 Anlagen des Typs E-126 mit einer eine Nennleistung von über 1.100 MW.

Insgesamt entspricht die für Windparks vorgesehene Fläche nur etwa 9% der rekultivierten Tagebaufläche. Der größte zusammenhängende potentielle Standort in den bereits rekultivierten Flächen ist hierbei 6 km² groß und böte Platz für 12 Windkraftanlagen. Es entsteht also kein einzelner gigantischer Windpark, sondern zahlreiche Windparks, die sich in weitem Abstand von den Siedlungen über die rekultivierte Fläche verteilen.

Bereits jetzt sind in den rekultivierten Tagebauen der Lausitz Windparks mit über 230 MW Nennleistung entstanden. Hiervon liegen jedoch nur 52 MW weiter als 1.500 m von der nächsten Siedlung entfernt. Das Land müsste nur etwas Schützenhilfe leisten, etwa durch die Ausweisung entsprechender Windeignungsgebiete und die Vereinfachung der Genehmigungsverfahren für die notwendigen Tiefgründungen. Da Flächen für Windparks gefragt sind, würden sich mit Sicherheit Investoren finden, die diese Flächen erschließen und die geringfügigen Mehrkosten in Kauf nehmen.

Es stehen genug Flächen weitab der Siedlungen bereit. Wir fordern die Landesregierung daher auf, zum Wohle der Bevölkerung die Ausweisung von Windeignungsgebieten in der direkten Umgebung von Wohnsiedlungen einzustellen. Der Mindestabstand neuer Windeignungsgebieten zu Wohnsiedlungen ist auf 1.500 m zu erhöhen. Die Erschließung abgelegener Standorte, insbesondere stillgelegter Truppenübungsplätze und ehemalige Tagebaue ist durch Ausweisung von Windeignungsgebieten zu fördern. Bezüglich der Lausitzer Tagebaue sollte hierzu mit dem Freistaat Sachsen ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite www.bvb-fw.de.



(1) Schleswig-Holstein: Zehnfaches der Gesamtanlagenhöhe
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz: 1.500 Meter
(2) Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2009: Erlass zum Abstand von Windrädern zur Wohnbebauung in Kraft – 1000 Meter Mindestabstand, http://www.mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.165028.de
(3) Kaltschmitt, Martin; Streicher, Wolfgang; Wiese, Andreas 2006: Erneuerbare Energien: Systemtechnik, Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte, hg. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 2006, S. 326 ff
(4) Kaltschmitt et al. 2006, S. 66 ff
(5) Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2011: Vom Truppenübungsplatz zum Schutzgebiet http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/5lbm1.c.182582.de
(6) Soyka, Robert 2011: Erneuerbare Energie in Tagebaufolgelandschaften - Potential des Lausitzer Braunkohlereviers, S. 22ff

Foto: Günter Hommes / pixelio.de

Danke für das Lob !

Wie jeder Mensch freue ich mich über Lob. Auch wenn es allgemein gehalten ist oder an ein ganzes Team geht. Und so freue ich mich heute über eine fast halbseitige Anzeige der Bernauer Stadtmarketing Gesellschaft (BeSt) in der "Märkischen Oderzeitung", mit der sich deren Geschäftsführung ausdrücklich bei allen Blumenampelpaten bedankt.Danke an die Geschäftsführerin, Frau Hausding. Sie hat mir schon jetzt den heutigen (Regen-) Tag gerettet. Lass es pladdern, bei mir scheint die Sonne.



Dass ich ein ähnliches Dankeschön eigentlich schon seit zwei Jahren vom Bürgermeister erwarte, unter dessen Bürofenster fast die meisten dieser Blumenampeln hängen - nämlich auf dem Marktplatz- steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber schließlich spende ich die hundert Euro pro Jahr für meine Ampel ja auch nicht für den Bürgermeister und seine Supernasen im Rathaus, sondern ausschließlich für eine schöne Stadt...

Bild: "Märkische Oderzeitung" vom 22.07.2011 / Bernauer Stadtmarketing-Gesellschaft

Dienstag, 19. Juli 2011

Mächtig gewaltig

Die Linke im Barnim und in Brandenburg hat sich an den Fleischtöpfen der bundesdeutschen Politik ganz nett eingerichtet. Gerade hier in Brandenburg übernahmen sie willig mangels Masse bei den eigentlichen Verrätern die Rolle der zweiten Verräterpartei. Sie mühen sich redlich, die Politik des SPD-Schwiegermutterlieblings Plattscheck zu rechtfertigen und immer noch einen Zahn schärfer zu sein als ihr großer Ministerpräsident. Ob Altanschließerbeiträge (kein Mensch weiß, was das ist, aber alle sollen zahlen, auch wenn 1990 nur theoretisch die Möglichkeit des Wasser- oder Abwasseranschlusses bestand) oder Kohlendioxid-Verpressung: Die Linken sind stets willig, wenn es an die Geldbörsen oder an die Gesundheit ihrer Wähler geht.

Einige sehen allerdings jetzt schon Probleme bei den nächsten Wahlen, z.B. 2013 zur Bundestagswahl. Die Bürger könnten sich erinnern, wer sie verraten hat oder eventuell vermuten, der Parteiname wäre nicht von der politischen Richtung abgeleitet, sondern von dem Verb "linken". Was ja bekanntlich "betrügen" bedeutet.

Und so tingelt man über die Dörfer. Wir in Bernau hatten heute das Vergnügen mit der vor allem physisch eindrucksvollen Margitta Mächtig, Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Landtagsabgeordnete, und Dagmar Enkelmann, Bundestagsabgeordnete ihrer Partei. Zu Mächtigs größten Verdiensten in diesem Jahr zählt das Ignorieren eines Urteils des Brandenburger Oberverwaltungsgerichts zur Fraktionsbildung in Kommunalparlamenten. Frau Enkelmann hingegen führte mit einem dubiosen Rettungskonzept für die Lieken-Bäckerei in Bernau das Konzept der Gewerkschaft für den Kampf um die Arbeitsplätze der Lieken-Mitarbeiter ad absurdum. Wirklich großartige Volksvertreter, die beiden.

Beide Damen standen nun heute mit Tisch und Stühlen vor dem hiesigen REWE-Markt und versprühten - bildlich gesprochen - rosa Nebel. Allen wurde alles versprochen, man legte sich mächtig ins Zeug. Super-Daggi und MM retten die Welt. Es war - wiederum bildlich gesprochen - wie die Reinkarnation von Stan Laurel und Oliver Hardy, nur die Melonen fehlten...

Foto: Dick und Doof (Karl-Heinz Laube / pixelio.de)

Abseits der Protokollstrecken

L. ruft an. Er ist vor einigen Jahren zurück in seine Heimatstadt Greiz gezogen, wurde dort nicht richtig froh. Warum steht auf einem anderen Blatt, ist eher privater Natur und gehört daher nicht hierher. Wir unterhalten uns über den sogenannten "Aufschwung" der Merkel und Co. und wie man uns Ossis und auch die westdeutschen Arbeitnehmer nach wie vor verscheißert. L. sagt mir die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Greiz durch:

  • 1968 waren es rund 50.000 Einwohner,
  • 2011 noch rund 20.000,
  • 2020 wird es nach Einschätzungen der Stadtverwaltung noch 12.000 Greizer mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren geben.

Nachdem man Anfang der 90er Jahre die Textilindustrie totgeschlagen hat, ist an neue Industrieansiedlungen und damit Arbeit nicht zu denken. Aufschwung Ost eben...

Montag, 18. Juli 2011

Gehaltsunterschiede


Manchmal finde ich im Durcheinander meines Arbeitszimmers tatsächlich etwas wieder. Meistens höre ich ja nach spätestens fünf Minuten mit der Suche auf und lehne mich einfach zurück. Die Erde ist bekanntlich rund und dreht sich. Irgendwann kommt der gesuchte Gegenstand, die Akte oder Unterlage wieder vorbei. Passend zum Post am Sonnabend zu den GEZ-Gebühren und den "Stars" der deutschen Fernsehunterhaltung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ÖRF) fiel mir heute eine schöne Liste in die Hände, die Anfang des Jahres mal ganz kurz im Internet aufblitzte. Sie zeigt die jährlichen Chefgehälter der Sender unseres ÖRF, mit Ausnahme von Arte und 3Sat:

  • ZDF 299.000 Euro
  • WDR 308.000 Euro
  • BR 310.000 Euro
  • NDR 286.00o Euro
  • SWR 273.000 Euro
  • RBB 220.000 Euro
  • Saarl. Rdf. 210.000 Euro
  • Deutsche Welle 207.000 Euro

Allein die Chefs dieser acht Sender verbraten jährlich mehr als 2,1 Millionen Euro oder durchschnittlich 264.125 Euro im Jahr und damit über 22.000 Euro im Monat. Von Euren GEZ-Gebühren. Noch Fragen ? An der Quelle saß der Knabe. Und solange man in den Rundfunkräten und ähnlichen Instrumentarien genügend Plätze für abgewrackte Politiker bereit hält, wird sich auch nie etwas ändern...

Bild: Spot an (Rainer Sturm / pixelio.de)

Demse und Erfrischungen

Endlich Regen. Als Amateur-Meteorologe und eifriger Nutzer von Wetteronline.de ist mir aufgefallen, dass Regen aus Südwest selten bei uns ankommt. Wir liegen wohl zu nah an der Hauptstadt bzw. im Windschatten von Berlin, das mit seiner Dunstglocke selbst Gewitter ablenkt. Am besten ist es, wenn die Tiefdruckgebiete aus Richtung Nordsee oder Nordwest-Polen kommen. Aber diesmal hat es wider Erwarten geklappt. Die Berliner haben nicht genug Demse fabriziert, der Regen war stärker. Den ganzen Sonntag über konnte man auf der Radarkarte verfolgen, wie sich die riesige Regenfront heranschob. Der abends einsetzende Regen war dann stark genug, so dass wir wenigstens drei Tage das Gießen vergessen können...

Sonntag, 17. Juli 2011

Deutschland? Deutschland.

"Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit" meinte Jupp Müller, Aphoristiker und Buchautor.

Samstag, 16. Juli 2011

Die "Stars" der deutschen Fernseh-Unterhaltung

Die Morgenzeitung entlässt uns heute am Sonnabend mit einem unangenehmen Schauer. Oma Gottschalck bekommt eine neue Show bei der ARD, für die unser Haushalt ab 2013 zwangsweise GEZ-Gebühren löhnen muss. Rentner Jürgen von der Lippe hat schon eine neue Show - bei Sat1, zwar werbefinanziert, aber nicht weniger nervig, denn der Käse heißt "Ich liebe Deutschland" . Als erste Gäste hat er sich unter anderem Daniel Kübelböck und Karl Dall eingeladen. Alles Menschen , die ich an Deutschland nicht liebe. Mal abgesehen von dem Deutschlandbild, das die dort wieder propagieren oder totschlagen. Der eine Kasper wird nie ein Star und der andere kommt wahrscheinlich mit dem Rollator ins Studio. Bäh.

Gottschalk, Dall, von der Lippe - ziemlich weit oben auf meiner Ekelliste der deutschen Medien. Diese Knattermimen begleiten einen virtuell und medientechnisch das ganze Leben lang und ziehen immer nur ihnen ähnliche Knallchargen nach.

Und genau das ist es, was den Würgreflex beim Spaziergang mit dem Hund anhalten lässt, denn wir malen uns angeekelt aus, wie man uns eines Tages im Pflegeheim oder auf der Intensivstation der geriatrischen Klinik den Fernseher anmachen wird und auf der Mattscheibe erscheinen Gottschalck, Dall und von der Lippe. Sie werden nacheinander herein geschoben von Kübelböck, im Bühnenhintergrund spielt Bohlen live seine unnachahmlich beschissene "Musik". Und wir können uns nicht mehr wehren...

BTW: Ich muss dringend meine Patientenverfügung ergänzen. Etwa in der Art: "Vor Einschalten von sogenannten Fernsehshows bitte unbedingt das Beatmungsgerät ausmachen ... "

Foto: Mieses Programm (Maret Hosemann / pixelio.de)

Freitag, 15. Juli 2011

Mal wieder 'nen Gedicht

Die Redensart

Als Friedrich, August von Sachsen
noch saß auf seinem Thron,
da tat die Empörung wachsen –
horch, horch – die Revolution!
Im Schloß erschrak man nicht wenig,
der Kammerherr wurde ganz blaß.
Da sagte der gute Geenich:
„Ja, dürfen die denn das –“

Der Satz hat sich eingefressen.
Ich sag ihn bei Tag und bei Nacht.
Ich sag ihn bei Jungdo-Adressen,
ich sag ihn, wenn Hitler was macht.
Ich sag ihn, wenn Mädchen sich lieben
und wenn einer reizt mit dem Ass
und wenn sie um Schleichern was schieben:
„Ja, dürfen die denn das –?“

Wie die Deutschen so tiefsinnig schürfen!
Jeder Mann ein Berufungsgericht.
Nur wer darf, der darf bei uns dürfen –
die andern dürfen nicht.
Und sitzt in der peinlichsten Lage
der Deutsche, geduckt und klein –
dann stellt er die deutscheste Frage
und schläft beruhigt ein.


Kurt Tucholsky
(Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Kaspar Hauser)
zitiert aus DREI MINUTEN GEHÖR
Prosa – Gedichte – Briefe
Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1974


Das Schlimmste in diesem meinem gräßlichen, schönen Vaterland ist, dass sich NIE, auch nicht nach 90 Jahren, irgend etwas ändert...

Donnerstag, 14. Juli 2011

Pilze sammeln

Erfahrungen sammelt man wie Pilze...
einzeln und mit dem Gefühl,
dass die Sache nicht ganz geheuer ist...


meinte Erskine Preston Caldwell (* 17. Dezember 1903 bei Moreland, Georgia; † 11. April 1987 in Paradise Valley, Arizona): Er war ein amerikanischer Schriftsteller. Caldwell wurde insbesondere mit seinem Roman "Tobacco Road"(dt. Die Tabakstraße) bekannt, der das harte Leben von Farmpächtern in seiner Heimat Georgia behandelt. Auch in seinen anderen Büchern schrieb er über das Leben der Unterschicht in den amerikanischen Südstaaten. "God's Little Acre" (dt. Gottes kleiner Acker) ist heute mit über 14 Millionen verkauften Exemplaren eines der meistverkauften Bücher aller Zeiten und wurde in mehr als vierzig Sprachen übersetzt.

(Quelle: Wikipedia)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Wieder mal mit Medienschelte - die "Märkische Oderzeitung"

Heute morgen beim Studium der Zeitung. Innerhalb einer halben Woche hat man mich zweimal mit der Seite "Glaube und Welt" erfreut. Dafür sind in kurzer Zeit die Abonnenten-Zahlen der "Märkischen Oderzeitung" auf unter 80.000 gesunken. Ein Zusammenhang mit dem Inhalt der Zeitung wird wahrscheinlich nicht gesehen, denn offensichtlich arbeitet die Chefredaktion jetzt daran, auch noch den letzten säkularen Leser zu vergraulen. Damit man das Blatt ohne weitere Proteste in eine Kirchenzeitung umwandeln kann.

Heute berichtet man neben den üblichen Kirchennachrichten aus allen Provinzen (hier fiel ein Ziegel vom Kirchendach, dort hatte ein Pfarrer den Schluckauf) , dass der Besuch des Papstes in Deutschland geschlagene 30 (in Worten: dreißig ! ) Millionen Euro kosten soll. Wieviel Bund und Länder besteuern, wird nicht gesagt.

Allerdings lügt man schon wieder, denn man behauptet steif und fest, der Besuch von Papa Razzi kostet jeden deutschen Katholiken exakt einen Euro. Hallo Fans ! Wacht auf! Soviele seit ihr nicht mehr! 2009 gab es angeblich noch 26 Millionen deutsche Katholen. Da haut der Papstbesuch dann so richtig mit 1,15 € ins Portemonnaie. Wieviele Schulen oder Krankenhäuser könnte man allein statt dieses Besuchs bauen ? Fahrt doch einfach alle nach Rom und stellt Euch an. Habe ich auch schon gemacht. Das schont auch meine Nerven und die Nerven der inzwischen fast 50 Prozent Atheisten in Deutschland, denn die Zeitungs-Heinis werden wohl komplett durchdrehen und Amok schreiben, wenn Ratzinger endlichendlichendlich anreist.

Dazu der Spriuch des Tages meines Lieblingsaphoristikers Stanislaw Jerzy Lec:

Den Blick in die Welt kann man
auch mit einer Zeitung versperren...

Passt wie die Faust aufs Auge für unser Käseblatt, das täglich schlechter wird...


Dienstag, 12. Juli 2011

Apropos Schulpolitik oder : Späte Wahrheiten

Zugegeben: Ich lese die Westpresse, seitdem ich gezwungenermaßen Teil des Westens wurde, nicht mehr so gerne wie damals vor 35 Jahren. Damals war die Lektüre zum Beispiel des " Goldenen Blattes" eine willkommene Abwechslung beim Aufbau des Sozialismus. Vor allem aber waren diese Art Blätter schon immer eine hochmotivierende Anregung, die Weltrevolution endlich auch wirklich weltweit durchzuführen, damit beispielsweise ein Albert von Monaco seine Brötchen am Fließband in der Glühlampenfabrik voni NARVA in der Berliner Warschauer Straße hätte verdienen müssen. "Hätte der Hund nicht, dann hätt' er den Häsen" mag da manch einer sagen. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend und Alberts Nachkommen sollten sich vorsehen.

Nun, ab und zu finden sich in gehobenen und damit teureren Blättern kurze Anklänge an die Wahrheit, auch wenn es hinterher meist niemand wahr haben will. So bringt mir die "Zeit" - manchmal ein übles neoliberales Hetzblatt, manchmal wirklich liberal und um Aufklärung bemüht- am Wochenende einen Artikel mit der Überschrift "Sachsen kann Spitze bleiben" auf dem Tablet-PC. Und mich haut es fast um, was dort ein Professor Olaf Köller mehr oder weniger gezwungen zugeben muss: Der Fokus der DDR-Schule auf Mathematik und Naturwissenschaften, der anspruchsvolle naturwissenschaftliche Unterricht in der DDR könnte tatsächlich der Grund für das gute Abschneiden Sachsens bei den Pisa-Test sein!!!

Natürlich darf das so nicht gesagt werden. Bildungsforscher Köller relativiert dann auch mit vielen "Könnte, naja, wissen wir nicht, nicht wirklich, vielleicht, oder doch nicht,wahrscheinlich oder vielleicht doch, empirisch nicht zu beweisen" und ähnlichen Floskeln. Aber irgendwie ist da noch was, das der tolle Wissenschaftler auf Grund seiner systembedingten Erkenntnisschranken nicht packen kann. Natürlich kommt wieder der Kokolores mit dem fehlenden Englisch, aber wer den Quatsch glaubt, dass im Westen alle Englisch lernen, sollte mal an die Westerwel(l)schen Ausrutscher im Stile von "Ei äm sse Schermänn forän minnistär" oder "Isch bin ain Berlinner" denken. Und Russisch als Fremdsprache wird wohl aufgrund westeuropäischer Überheblichkeit bei PISA nicht abgefragt.

Die Sachsen sind also 1990 schlauer gewesen. Warum wir Brandenburger nach der Wende unbedingt den abgelatschten Dreck aus NRW übernehmen mussten? Selbst das Potsdamer Sozialministerium der sogenannten "Mutter des Osten", der nervigen Regine Hildebrandt, bestand überwiegend aus abgehalfterten Westbeamten fünften Ranges. Was sollte da erst im Bildungsministerium sein? Keine eigenen Ideen - unsere "Revolutionäre" an der Spitze der landesregierung und der SPD. Da die hergelaufenen Wessis aber eben fünfte Garnitur und nicht besonders helle waren, lief das Ganze nach dem Motto: "Das haben wir schon immer so gemacht." Und da sie nicht gestorben sind, reformieren sie heute noch am Brandenburger Bildungssystem herum...

Montag, 11. Juli 2011

Bildung, Wahlen und die Wahrheit von Forsa

Der "Stern" überraschte seine Leser nach der vergangenen Wahl am 22. Mai zur Bremischen Bürgerschaft und der Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven mit einem Interview. Klein und verschämt äußerte sich der Forsa - Chef Manfred Güllner in einer winzigen Spalte der Zeitschrift zu den Ursachen des erneuten Wahlabsturzes der CDU und kam dabei zu erhellenden Schlüssen:

"... ein kompliziertes Wahlsystem wie in Bremen begünstigt die Grünen. Deren Klientel kommt damit klar. Für einfache Leute ist es eine Hürde. Ein Wahlsystem muss einfach und überschaubar sein, damit das Volk insgesamt wählen kann."

Übersetzt bedeutet das wohl, dass nur zwangsweise dumm gehaltene oder blöd gemachte Menschen CDU wählen? Und nun ist mir auch klar, warum die schwarze Pest so gern und immer zuerst an den Ausgaben für Bildung und Soziales spart...

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Hohle Köpfe

Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. meinte George Orson Welles (* 6. Mai 1915 in Kenosha, Wisconsin; † 10. Oktober 1985 in Los Angeles, Kalifornien). Er war ein US-amerikanischer Schauspieler, Autor und einer der künstlerisch einflussreichsten Regisseure des Hollywood-Kinos.

Sonntag, 10. Juli 2011

Innovationen

"Wer heute noch in der Wirtschaft Innovation und Wachstum verknüpft, wie es aktuell geschieht, ist ein Selbstmord-Attentäter. Wir fragen zu oft, was neu, und zu wenig, was gut ist. " meinte Ernst Peter Fischer in seiner Vorlesung aus der Reihe "uni-auditorium" : Die Nachtseite der Wissenschaft. Fischer (* 18. Januar 1947 in Wuppertal) ist ein deutscher Wissenschaftshistoriker und Wissenschaftspublizist.

Nach heutigen ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten hätte man die Erfindungen Ottomotor oder das Automobil niemals zugelassen. Und trotzdem bestimmen diese beiden Innovationen auch heute noch die Wirtschaft und unser Leben.

Foto: Mercedes- Benz-Museum Stuttgart (Udo Kasper / pixelio.de)

Samstag, 9. Juli 2011

WIR. DIENEN. DEM. PROFIT.

Die Überschrift versteht wieder keiner. Jedenfalls die nicht, die es eigentlich angeht. Diese paar tausend Freiwilligen, dieses Kanonenfutter des Kapitals, die der Bundeskriegsminister am Wochenanfang persönlich mit Handschlag begrüßte. Denn seit 1. Juli diesen Jahres gibt es keine Wehrpflicht mehr. Freiwillige müssen her. Deutschland wird ja ständig nur bedroht. Und wenn Polen, Russen, Griechen und Abchasen mal ruhig sind, dann gärt es immer noch hinter dem Ural - in AFG. Die Amis ziehen ja bald ab, denen ist das da zu teuer, und wenn Kriegsminister de Misere den Abzug verpasst, werden "WIR." dort bald ganz allein für Deutschlands Freiheit kämpfen müssen.

Also versucht man, frische Kämpfer zu rekrutieren, egal ob Knabe oder Flintenweib. Denn wer soll uns sonst beschützen? Das Bundesverteidigungsministerium hat sich für seine Kernbotschaft „für das Selbstverständnis und das Verantwortungsbewußtsein, mit dem die Angehörigen der Bundeswehr ihren Dienst versehen und Deutschland dienen“ gleich auch eine kernige Botschaft ausgedacht. Diese Losung lässt tief blicken:

  • WIR.DIENEN.DEUTSCHLAND.

Man beachte die Pünktchen, quasi den jeweiligen Abschluß der extrem kurzen Sätze dieser Botschaft. Die Pünktchen machen auch klar, an wen sich die Botschaft mit höchster Wahrscheinlichkeit wendet: An die, die entweder nur ganz kurze Sätze oder Bilder in einer gewissen Zeitung lesen können. Oder? Vielleicht hat man andere Losungen auch nur auf Grund ihrer Eindeutigkeit verworfen. Zum Beispiel wäre doch auch

  • WIR.SCHMEISSEN.UNSER. LEBEN.EINFACH WEG.

möglich gewesen. Oder

  • ICH.KRIEGE.HIER.EINFACH.KEINE.VERNÜNFTIGE.ARBEIT.UND.MUSS.DESHALB.IN.DIESE.SCHEISS.BUNDESWEHR

Noch eindeutiger, aber abschreckender wäre natürlich

  • ICH.BIN.HIRNAMPUTIERT. oder privatimer und zärtlicher
  • I. LOVE. MERKEL. oder gleich traditionsbewusster
  • EIN VOLK. EIN REICH. EIN MERKEL.

Nun gut, die Strategen der psychologischen Kriegsführung gegen das eigene Volk haben sich für das Wort "Deutschland" entschieden, auch wenn die Kriegseinsätze der BuWE bisher immer unter NATO-Kommando stehen. Aber vielleicht geht es ja eines Tages wieder bis zum Ural? In eigener Regie? Mit Totenschädeln von toten Russen haben ja unsere Bürger in Uniform schon mal probeweise herumgespielt - damals in AFG.

Übrigens, Stalingrad heißt jetzt Wolgograd...

Dienstag, 5. Juli 2011

Ein stürmisches Ende - Geschichten aus der Feldberger Seenlandschaft

Teil 4 und Schluss:

Der Donnerstag beginnt mit dem lange befürchteten schlechten Wetter. Zwar bleibt das Gewitter aus, aber als wir alles verpackt haben und mit dem voll beladenen Boot aus der Bucht auf den See hinaus fahren, erwischt uns eine steife Brise von Steuerbord aus ein Uhr. Das ist die Windrichtung, bei der sich der Canadier äußerst schwer steuern lässt. Dazu geht ein leiser, aber durchdringender Nieselregen. Nun gut. Wie sagte mein Trainer Lothar W. immer? Wassersport ist nasser Sport. Rüber über den See bis zur Bäk, danach wird es besser, denn der Schmale Luzin liegt in Nord - Süd- Richtung und der Wind kommt aus Nordwest. Er schiebt uns ein wenig, den Rest erledigt das steile Ufer. Ruhiges Paddeln. Wir haben alle Zeit der Welt und beschließen dann doch, schon heute nach Hause zu fahren.(Was sich nachträglich als sehr guter Entschluss erweist, denn das schlechte Wetter hält dann noch fünf Tage an).

Plötzlich befinden wir uns in einer Delphinschule. Ach nein, es sind etwa zwanzig Menschen in Neoprenanzügen, die mit kräftigen Kraulschlägen das Wasser durchpflügen. Sie trainieren für das Drei-Seen-Schwimmen am Sonntag. Mir fällt wieder der Witz von dem Rekruten ein, der unbedingt zur Marine will. Auf die Frage, ob er schwimmen kann, antwortet er mit der Gegenfrage: "Haben Sie keine Schiffe?". Nun, wir haben eines, wenn auch ein kleines, denn mich würden bei diesem Wetter keine zehn Pferde ins Wasser kriegen. Obwohl es drinnen im Moment wärmer ist als draußen.

Auf dem Breiten Luzin angekommen, erweist sich der Wind als sehr stark. Wir können zeitweise das andere Seeufer vor Regen nicht sehen und der Sturm bläst uns gnadenlos fast bis ins Schilf. Wir drehen ab ins ruhige Wasser der nächsten Bucht und überlegen, schon hier abzubrechen. Das Auto steht in etwa fünf Kilometer Entfernung, ein doch etwas längerer Fußmarsch. Auf dem Zeltplatz trinken wir einen Kaffee und "tanken" eine Bockwurst. Das reicht als Kraftstoff. Wir bewältigen Kanal und Haussee im erneuten Anlauf. Das Boot auf's Dach und los. Ein schöner, wenn auch kurzer Urlaub geht zu Ende. Wir kommen wieder...

Foto: Schmaler Luzin bei Sonnenwetter ( © mv 2011)

Montag, 4. Juli 2011

Medienlandschaften

“Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.” meinte Paul Sethe (* 12. Dezember 1901 in Bochum; † 21. Juni 1967 in Hamburg). Er war ein deutscher Publizist, Journalist und Geisteswissenschaftler. Sethe war einer der fünf Gründungsherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zwischen 1949 und 1955. und schrieb später u.a. für die "Zeit" und den "Stern". Den obigen Satz äußerte er in einem Leserbrief an den "Spiegel" und führte weiter aus: "Da die Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften immer größeres Kapital erfordert, wird der Kreis der Personen, die Presseorgane herausgeben, immer kleiner. Damit wird unsere Abhängigkeit immer größer und immer gefährlicher.“ Er wisse, dass es im deutschen Pressewesen Oasen gebe, „in denen noch die Luft der Freiheit weht, […] aber wie viele von meinen Kollegen können das von sich sagen?“.

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Vor allem nicht in Bezug auf die unsinnige Diskussion in Brandenburger Enquete-Kommissionen. Man beachte: Der Mann ist 1967 gestorben. Seitdem ist es nur noch schlimmer geworden...

O du Falada, da du hangest - Geschichten aus der Feldberger Seenlandschaft

Teil 3:

"O du Falada, da du hangest"
"O du Jungfer Königin, da du gangest,
wenn das deine Mutter wüßte,
ihr Herz tät ihr zerspringen."

Den Namen des treuen Pferdes aus dem Märchen "Die Gänsemagd", dessen Kopf über dem Tor angenagelt wird, wählte Hans Fallada zu seinem Pseudonym. Es ist mehr oder weniger Zufall, dass unser Urlaub in Feldberg - in dem der Schriftsteller nach der Befreiung vom Faschismus kurzzeitig Bürgermeister war - und Carwitz, das bis 1944 sein Zuhause darstellte, fast zeitgleich mit der Diskussion gerade des letzten Werkes dieses Schriftstellers in den bundesdeutschen Medien fällt. (Aber natürlich hatte ich ein wenig Literatur bei der Urlaubsplanung im Hinterstübchen)

"Jeder stirbt für sich allein" ist Falladas letzter Roman und letztes Werk überhaupt. Die Berliner Eheleute Quangel haben ihren einzigen Sohn im wahnwitzigen Krieg der Nazis gegen die halbe Welt verloren. Sie starten einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und ihren Anführer Hitler und werden 1943 hingerichtet. Hans Fallada erfährt davon aus einer Gestapo-Akte , die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister der DDR, dem Kommunisten Johannes R. Becher übergeben wird. Wie im Fieber schreibt Fallada im Herbst 1946 innerhalb von vier Wochen diesen seinen letzten Roman. Die Quangels haben Botschaften auf Postkarten geschrieben, verteilten sie in der Stadt und merkten nicht, dass ihnen die Gestapo schon längst auf den Fersen ist.

Kaum drei Monate nach Abschluss des Romans stirbt Fallada, ruiniert durch Morphium, Alkohol und Arbeit, an Herzversagen. Er ist in Carwitz begraben.

Für den west- und damit seit 1990 gesamtdeutschen Literaturbetrieb ist typisch, dass man Fallada - wahrscheinlich auf Grund seiner Zusammenarbeit mit dem Kommunisten Johannes R. Becher und seiner Arbeit für die "Tägliche Rundschau" in der damaligen Sowjetzone - offenbar jahrzehntelang ignoriert hat. Erst eine relativ neue englische Übersetzung des Lebens und Leidens des Ehepaars Quangel und der Erfolg des Werks auf dem angloamerikanischen Markt und selbst in Israel brachte die Großkopfeten des deutschen Literaturmarktes zur längst überfälligen Beschäftigung mit dem Werk von Hans Fallada.

Besser spät als nie, möchte man sagen. Wäre da nicht der allzeit fällige Seitenhieb gegen die ostzonalen Kommunisten, die das Buch in der konkret historischen Situation von 1947 tatsächlich kürzten und redaktionell bearbeiteten. "Zensur" schreit der kleinbürgerliche Ästhet, gewohnt, Geschichte in keinem Falle im Zusammenhang, sondern nur punktuell zu betrachten und die Bösewichte generell im Osten zu finden. Und während man nach 1945 Nationalisten und Militaristen recht schnell wieder eine Bühne in Presse und Literatur bot, wurde Fallada im Westen zum Verhängnis, dass er Becher gekannt hatte. Nebenbei: Becher war in seiner Jugendzeit ebenfalls morphiumsüchtig, wusste um das Talent Falladas und wollte diesem wahrscheinlich auch durch die Arbeit am Stoff der Hampels - wie die Quangels in Wirklichkeit hießen- Wege aus der Sucht zeigen.

Nun hat man Fallada entdeckt. Man ist höchst erstaunt, dass es außer dem überwiegend adligen Widerstand des 20. Juli 1944 auch anderen Widerstand gegen den Faschismus gab. Offensichtlich ist in der heutigen Bundesrepublik Deutschland auch völlig unbekannt, dass die Konzentrationslager ursprünglich zur physischen und psychischen Vernichtung der Nazi-Gegner aus KPD, SPD und Kirchen errichtet und durch SA und SS auch eifrig dafür genutzt wurden. Und bürgerlicher Kulturbetrieb wäre nicht bürgerlicher Kulturbetrieb, wenn er Falladas Buch über die Eheleute Quangel nicht auch dafür nutzen würde, gleich alle Deutschen von der Kollaboration mit den Nazis freizusprechen.

Mit diesen Gedanken starteten wir in den dritten Tag unser Kanutour durch die Feldberger Seenlandschaften. Das Wetter war nach wie vor fantastisch und nichts deutete auf die schon am Sonntag vorhergesagte Schlechtwetterfront hin. Der Carwitzer See bietet in seinem Uferbereich meist einen seltsamen Anblick. Fast immer führen ganze Kopfstein"straßen" in den Seegrund hinein. Diese Feldsteine sind Überbleibsel der Eiszeit. Wir nutzten also zum Baden unsere guten alten Badeschuhe, die wir ursprünglich einmal gegen die Seeigel in der Adria angeschaftt hatten.
Meine Schuhe sind blau und so etwas hat die Population der Jungbarsche im See offenbar noch nie gesehen. Man kommt in Scharen, stubst und knabbert an meinen Schuhen herum, dass es eine Freude ist. Auch M.s Waden sind lecker, was ich natürlich bestätigen kann. Jurassic Park in harmlos. Etwa zwei Meter weiter im tieferen Wasser weiden die etwas größeren Fische, die Rotfedern und Bleie. Gibt es etwas Schöneres ? Ich ärgere mich, die Taucherbrille zu Hause gelassen zu haben.


Am Nachmittag entdecken wir dann den Dreetzsee. Wir fahren zunächst durch ein wiederum sehr fischreiches, glasklares Fließ, das Carwitzer und Dreetzsee verbindet. Am Ende des Dreetzsees endet unsere geplante Route. Zwar kann man von hier rein theoretisch bis Templin paddeln, aber die Strecke beinhaltet sieben Umtragestationen. Das artet in Arbeit aus. Die Bäche sollen außerdem unter Umständen zu wenig Wasser für unseren dicken Pott haben und so drehen wir nach einem opulenten Mahl auf dem Zeltplatz am Ende des Sees wieder um. Wir kaufen noch schnell Kekse und Brötchen ein und paddeln retour nach Conow, wo wir nach etlichen Badestationen so ziemlich gegen 9 Uhr abends eintreffen. Unser Sänger im Schilf ist schon wieder am Werk und sägt uns in den Schlaf...

Fortsetzung folgt...


Fotos: Figur zu "Geschichten aus der Murkelei" von Hans Fallada auf dem Carwitzer Spielplatz, Glasklares Wasser im Carwitzer See ( © mv und fv 2011)


Sonntag, 3. Juli 2011

Mitleid

Bundestagsabgeordnete in unserem schönen, reichen Land müssen am Rande des Existenzminimums leben. Weiß jeder. Es weiß auch jeder, dass sich die herrschende Politkaste im Bundestag aus diesem Grunde regelmäßig die Diäten selbst erhöht. Über diesen Selbstbedienungsladen regt sich keiner mehr auf. Und damit die armen, sich den Arsch wund schindernden Abgeordneten nicht mehr so viel Arbeit haben, wurde die nächste Erhöhung gleich für zwei Jahre hintereinander beschlossen. Zur Zeit betragen die Diäten pro Abgeordneten 7668 Euro - im Monat. In den Jahren 2012 und 2013 sollen sie um jeweils 292 Euro steigen. Die Diäten orientieren sich an der Besoldung von Bundesrichtern, erreichen deren Höhe aber auch mit den geplanten Steigerungen nicht. Noch nie in meinem Leben habe ich von vergleichbarem Elend gehört! Wenn man dann noch bedenkt, dass jeder dieser arg Gebeutelten eine steuerfreie Aufwandsentschädigung (in der Wirtschaft nennt man so etwas Spesenvorschuss) in Höhe von knapp 48.000 Euro pro Jahr erhält, die allerdings nicht abgerechnet werden muss, erschließt sich die ganze Misere unserer Volksvertreter.

Außerdem haben Abgeordnete auch nur noch 12.000 Euro/Jahr für Büroausstattung zur Verfügung. Das reicht natürlich ebenfalls nicht: Allein im Jahr 2009 bestellten 115 Bundestagsabgeordnete insgesamt 396 Montblanc-Füller im Wert von 68.000 Euro über die Bundestagsverwaltung.

Den Abgeordneten des Deutschen Bundestages wird in Berlin rund um die Uhr ein Fahrservice mit Dienstlimousinen und Chauffeur angeboten. Dazu gibt es eine Netzkarte erster Klasse der Bahn für ganz Deutschland für das ganze Jahr. Eigentlich alles nur für den dienstlichen Gebrauch. Aber genau wie bei Spesen, Mitteln für das Büro und den Montblanc-Füllern kontrolliert das natürlich keine Sau.

Zwei Tage habe ich über dieses unsägliche Elend unserer obersten Volksvertreter bittere Tränen vergossen. Nicht mal das Salär eines Bundesrichters bekommen sie dafür, sich ab und zu mal den Hintern breit zu sitzen. Dann las ich diesen Artikel in meiner Morgenzeitung. Und dann dachte ich daran, dass in einem Teil Deutschlands früher, bis vor 21 Jahren, jeder Mensch einmal alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenfreie Brille hatte. Nur, wenn man einen modischen Rahmen haben wollte, musste man zuzahlen, die Gläser waren umsonst.

Aber dieser ehemalige Teil Deutschland ist heute pfuibaba und jemand, der sich an ihn erinnert, ein ewig Gestriger oder gar Kommunist und überhaupt: Was gehen uns alte Leute an? Das Geld für den Sozialstaat sowie für richtige, auch erwähnenswerte Rentenerhöhungen brauchen wir doch dringend für die Bundeswehr in Afghanistan, die Finanzhilfe an den Quisling Karzai, seine Gangster- Clique und ähnliche Despoten sowie für das Aushalten eigener Parasiten...

Grafik: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de

Die Mühle auf dem Berg - Geschichten aus der Feldberger Seenlandschaft

Teil 2:
Der "Rätschrätschrätsch"- Sänger im Schilf ist wieder da! Trotz intensiver Suche haben wir diesen Vogel noch nie gesehen, er singt die ganze Nacht durch und müsste eigentlich vor Müdigkeit vom Schilfhalm fallen! Nach einer trotzdem sehr erholsamen Nacht im neuen Zelt, das uns nach unserem alten Iglu wie ein Flugzeughangar vorkommt, gibt es frische Brötchen zum Frühstück. Danach wird der Zeltpalast abgebaut und das Boot zu Wasser gelassen. Der Durchstich zwischen Breitem und Schmalem Luzin wartet bei bestem Wetter schon auf uns. Der Schmale Luzin, ein Eiszeitsee wie fast alle hier oben, ist ein relativ schmales, sieben Kilometer langes Gewässer, das tief eingeschnitten in den Feldberger Hügeln liegt. Die Sonne meint es gut mit uns, so dass wir meistens am Ostufer mit ein wenig Schatten bleiben.

Wir sind fast allein an diesem Dienstag, nur wenige Badegäste bevölkern die Badestellen. Irgendwann legen wir an, um einen Kaffee zu trinken. Der Seegrund fällt nach wenigen Metern sofort steil ab und um unser Boot herum spielt der Fischnachwuchs. Es ist wie im Paradies. Nur leider knurrt irgendwann der Magen und wir müssen weiter.

Nach drei harten Backbord-Kurven taucht vor uns die Carwitzer Mühle auf.
Es geht durch die Bäk, einen engen Bachlauf, der Schmalen Luzin und Carwitzer See miteinander verbindet. Etwa auf der Hälfte des Baches befindet sich ein altes Wehr, das nicht befahren werden kann. Man muss umtragen bzw. mit dem Bootswagen auf die andere Seite der Dorfstraße. Hier finden wir auch das erste Zeugnis von Carwitz' berühmtesten Bewohner, dem Schriftsteller Hans Fallada. Fallada (* 21. Juli 1893 in Greifswald; † 5. Februar 1947 in Berlin; eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen) gehört zu den bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. Hier in Carwitz entstanden unter anderem seine Werke "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt", "Wir hatten mal ein Kind ", "Wolf unter Wölfen ", "Damals bei uns daheim" und die "Geschichten aus der Murkelei", denen ein Kinderspielplatz direkt am alten Wehr gewidmet ist.


Im Dorf selbst befinden sich neben Falladas Ruhestätte auch das Hans-Fallada-Archiv in seinem ehemaligem Wohnhaus. Das dazugehörende Museum ist leider nur am Wochenende und bis Dienstag geöffnet.

Uns treibt der Hunger weiter zum örtlichen Fischer. Hechtfilet, der obligatorische Matjes und natürlich Schlei oder Wels stehen auf der Speisekarte. Die Preise sind erschwinglich. Etwas müde geht es zurück auf das Wasser und wir schaffen es, uns auf dem großen Carwitzer See zu verfahren. Statt in Conow landen wir in der Thomsdorfer Bucht und finden dort natürlich keinen Campingplatz. Spätabends laufen wir am Conower Campingplatz ein und werden herzlich aufgenommen.

Der abendliche Hundespaziergang findet ohne den Nero statt, denn der bewacht zu Hause Haus und Hof. Wir folgen einem Wegweiser zur alten Conower Kirche, die bereits im Mecklenburgisch-Brandenburgischen Krieg um 1440 zerstört wurde. Hier wird mir zum ersten Mal die alte Technik des Feldsteinbaus klar, die ja auch bei der Bernauer Stadtmauer verwandt wurde. Man nahm tatsächlich Quark zum Mauern. Der Quark wurde einer Kalkschlempe zwecks verbesserter Geschmeidigkeit zugefügt. Die Feldsteine selbst setzte man in sogenannter Schalenbauweise in eine Art gleitende Schalung, die mit dem Gebäude nach oben wuchs. Außen in die Schalung kamen die glatten oder behauenen großen Feldsteine, innen sorgten die kleinen Steine gemeinsam mit Kalk und Quark für Masse und Zusammenhalt in der Mauer.

Müde vom Paddeln und der Sonne geht es in unseren Zeltpalast und auf die Luftmatratze.

(Fortsetzung folgt)


Fotos: "Schmaler Luzin","Carwitzer Mühle" und "Spielplatzfigur nach Hans Falladas Märchen "Geschichten aus der Murkelei" ( © mv + fv 2011)

Freitag, 1. Juli 2011

Der Wels im Haussee - Geschichten aus der Feldberger Seenlandschaft

Teil 1:

Kennt Ihr den Witz vom Angler, der am Stammtisch immer so schrecklich prahlt, dass seine Arme nicht ausreichen, um die Länge der gefangenen Fische anzuzeigen? Eines Tages binden ihm seine Kumpels die Hände zusammen, so dass er sie gerade noch spreizen kann. Und dass macht er, so weit er kann. Die anderen lächeln nun mitleidig - er kommt nur auf dreißig Zentimeter Abstand zwischen den beiden Händen- aber er sagt triumphierend: "Dreißig Zentimeter - aber zwischen den Augen!"

Als wir am Montag früh mit dem Canadier auf dem Autodach los fuhren, hatten wir als Ziel die Jugendherberge in Feldberg in der Nähe von Neustrelitz im Sinn. Unser Kanuhandbuch hatte gemeint, dass hier auf dem Gelände der Jugendherberge, am Ufer des Feldberger Haussees, ein idealer Platz zum Einsetzen des Bootes wäre. Nun, wir fanden nette Menschen in der DJH, aber leider keinen geeigneten Platz am Ufer. Aber wenigstens das Auto durfte auf dem Gelände stehen bleiben.

Mit dem Boot zogen wir einige Meter weiter auf ein scheinbar öffentliches Gelände in Ufernähe, luden ab , sortierten unser Gepäck in das Boot und waren recht bald Gegenstand des Interesses eine einzelnen Herrn. Aber mit einem netten Gruß entspannten wir die Situation und waren bald mit ihm in ein freundliches Gespräch vertieft. Jedenfalls durften wir problemlos einsetzen und hörten auch das neueste Feldberger Anglerlatein über den sageundschreibe zweimeterfuffzig langen Wels im Haussee, mit einem Kopf von der Größe eines Kleinwagens und verantwortlich für das Verschwinden sämtlicher Dackel rings um Feldberg. Dackel baden nun mal gern, für fast alle Feldberger Dachshunde wird wohl im Sommer 2011 das letzte Freibad stattgefunden haben. Soweit das Märchen.

Nun, die ersten Paddelschläge waren wie immer ungewohnt, wir fuhren also nur über den Haussee und Verbindungskanal zum Breiten Luzin, legten am nächsten, sehr gepflegten Campingplatz ("Am Bauernhof") an und machten uns einen schönen Abend im neuen Zelt. Vorher gab es noch ein opulentes Abendessen im "Alten Zollhaus", direkt am Durchstich zwischen Breiten und Schmalen Luzin, wo sich Ilona und Harry Goerke so außerordentlich um das Wohl ihrer Gäste kümmern. Mecklenburger Sauerfleisch und Luzinmatjes aus Hechtfleisch - beides mit frischen Bratkartoffeln ausdrücklich NICHT aus der Tüte- sind sehr zu empfehlen, so wie das gesamte Restaurant mit sehr freundlichem, unaufdringlichem Service sowie kleiner, aber feiner Speise- und ebensolcher Getränkekarte. Ich habe noch nie erlebt, dass sich ein Kellner so über das Lob an den Koch gefreut hätte.

Warum ich hier soviel Reklame mache ? Ganz einfach, wir möchten im nächsten Jahr oder vielleicht schon in der Nachsaison wieder hin. Und wir hatten nicht den Eindruck, dass die Feldberger Seenlandschaft im Moment sehr übervölkert mit Touristen wäre. Ein wenig mehr Umsatz schadet bestimmt keinem und ich glaube nicht, dass ein Wirt in der ostdeutschen Provinz so richtig reich werden kann. Aber die Saison beginnt ja erst, genauso wie unsere Bootstour gerade erst begonnen hat ... (Teil 2 morgen)

Foto: Restaurant "Altes Zollhaus " Feldberg ( © fv 2011)

Impressum und V.i.S.d.P.

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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...