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Montag, 30. November 2015

Meinungsforschung in ernster Zeit

Vorbemerkung: Umfragen zum Meinungsbild in der Bevölkerung sind so eine Sache. Nicht umsonst geistert immer wieder das angebliche Zitat von Churchill in der Gegend herum, nachdem man nur der Statistik glauben soll, die man selbst gefälscht hat.

Ich habe mich früher mal fast 4 Jahre mit Bedarfsforschung befasst und herausbekommen, dass man Bedarf und damit Meinungen eigentlich nur sehr, sehr eingeschränkt voraussagen kann. Die Bestätigung bzw. Nichtbestätigung der Vorhersagen, egal ob Bedarf an Schrippen, Kaviar oder politischen Entscheidungen, die natürlich mit den neuesten mathematisch-statischen Methoden, der größten Sorgfalt in der Auswahl der Stichprobe und den besten Computern teuer erarbeitet wurden, erfolgt zu einhundert Prozent an den Supermarktregalen bzw. den Wahlurnen. "The proof of the pudding is to eat it" sagen die Engländer sehr treffend. Man könnte sich den ganzen Quatsch der teuren Marktforschungs- und Meinungsforschungsinstitute auch sparen und gleich die berühmte Kristallkugel befragen. Zumindest den Supermarktketten ist dieser Sachverhalt auch bekannt und sie haben daraus schon vor vielen Jahren die Schlußfolgerung gezogen, dass möglichst jederzeit alles für jeden in den Verkaufsregalen zu stehen hat. Was dort dann zu lange steht, weil es keiner mehr will, wird weggeschmissen.

Nicht so bei unseren sogenannten Volksparteien. Die beauftragen immer wieder die berühmt - berüchtigten Meinungsforscher von INSA, infratest dimap, Allensbach, FORSA, EMNID und wie die Spökenkieker alle heißen.  Denn zum einen müssen unsere Steuergelder (die die Parteien über die Parteienfinanzierung abgreifen)  ja weg und zum anderen kann man mit den Ergebnissen der Wahrsagerei vor allem unentschlossene Wähler beeinflussen.

Besonders in Krisenzeiten und in totalitären Staaten liegen die Meinungssammler allerdings meist völlig falsch. In der Krise wechseln die Betroffenen allzuoft die Meinung, in totalitären Staaten sagen sie nicht die wirkliche Meinung. Und insofern sind zur Zeit sämtliche Umfragen der Meinungsforschungsinstitute mit Vorsicht zu genießen. Wie leicht wird zum Beispiel aus einem Teddybärenwerfer ein Asylgegner, weil dieser Mensch irgendwann nachrechnet oder weil er auf der Rolltreppe am Berliner S-Bahnhof Zoo massiv von einem arabisch sprechenden, aufgeblasenen und aggressiven Strolch bedroht wird? Obwohl er weiß, dass es auch genügend deutsch sprechende, aufgeblasene und aggressive Strolche gibt, fragt er sich doch, ob wir so dringend einen ungebremsten und vor allem unkontrollierten Import von aufgeblasenen,aggressiven Strolchen aus anderen Ländern brauchen und würde im Moment wohl eher AfD wählen. Obwohl ihn die ewig gestrigen Reaktionäre dort in dieser Partei auch ankotzen. Hier versagt jede Meinungsforschung, auch weil der ehemalige Teddybärenwerfer durch das gegenwärtig herrschende gesellschaftliche Klima sofort als Nazi und Rassist  gebrandmarkt würde und er deshalb seine wahre Meinung gegenüber dem Meinungsforscher verschweigt. Und vor allem nicht erzählt, dass er sich letztens Pfefferspray zugelegt hat. Also heuchelt er und sagt seine wirkliche Meinung nicht.


Berücksichtigt man diese Unschärfen der Meinungsforschung, wird die letzte Umfrage der "BLÖD am Sonntag" trotzdem für einiges Frohlocken sorgen: "Fast die Hälfte der Deutschen sind laut einer Emnid-Umfrage gegen eine vierte Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 48 Prozent wollen Merkel nicht noch einmal als Kanzlerin sehen. Bei der von der "Bild am Sonntag" in Auftrag gegebenen Befragung sprachen sich nur 44 Prozent dafür aus, dass Merkel 2017 noch einmal antritt." schreibt "Spiegel online".

Dass das Murksel angeblich mit 55 Prozent vor allem in Ostdeutschland und mit 46 Prozent bei den Frauen den größten Rückhalt hat, kann man - unter Berücksichtigung des oben Gesagten - durchaus als Heuchelei der Befragten gegenüber den Meinungsforschern unserer post-demokratischen und prä-totalitären Meinungsdiktatur abtun.

Vielleicht sollten sich unsere Polit-Pfiffiküsse einfach mal ein Beispiel an den Supermärkten nehmen: Dort wird - siehe oben- das, was zu lange im Regal steht, was keiner mehr haben will, einfach weg geschmissen...    

 

Samstag, 28. November 2015

9. Brandenburger Bürgerblatt der Gruppe BVB/Freie Wähler im Brandenburger Landtag

Das 9. Brandenburger Bürgerblatt steht lesebereit im Internet. Es ist das offizielle Bulletin unserer Landtagsgruppe der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/Freie Wähler im Potsdamer Landtag für den Monat November 2015. In diesem Bürgerblatt sind die wichtigsten Themen, Presseerscheinungen, Reden, Anträge und Anfragen enthalten. Sie können die einzelnen Beiträge und Artikel anklicken und werden dann weitergeleitet.
 
Online: http://bvbfw.de/index.php/9-presse/578-brandenburger-buergerblatt-november-2015
 

Onegin mit dem Staatsballett Berlin

Gestern in der Staatsoper, leider noch immer im Schillertheater.

Polina Semjonova tanzt die Tatjana in  "Onegin", einem Ballett in drei Akten und sechs Szenen von John Cranko. Von ihm stammt nicht nur die Choreografie, sondern auch das Libretto. Es basiert auf dem Versroman Eugen Onegin von Alexander Sergejewitsch Puschkin. Die Musik wurde verschiedenen Werken Peter Iljitsch Tschaikowskis entnommen.

Wir mussten lange warten, um Polina wieder einmal auf der Bühne zu sehen. Es ist nach wie vor ein Genuss, auch wenn "Schwanensee" irgendwie schöner und eindrucksvoller daher kommt. Aber darüber ließe sich sicherlich streiten. Beindruckend ist das Bühnenbild, der Tanz ist oftmals sehr modern, letzlich aber auch nicht schlecht. Wir werden noch lange darüber sprechen können und insofern war die  Aufführung das Eintrittsgeld wert. Und dann natürlich diese wunderbare Tänzerin und ihre nicht minder phantastischen Kolleginnen und Kollegen.

Für mich persönlich ist bei Ballettaufführungen immer wieder die schöne Atmosphäre im Publikum beeindruckend. Es ist so, als ob sich alle kennen. Und wo -bitteschön- fliegen sonst nach Theateraufführungen noch ganze Blumengebinde auf die Bühne?

Wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß. Auch als ich in der ersten Pause zwei gut deutsch sprechende Russinnen nach der Übersetzung des Puschkin-Zitats in russischer Sprache auf dem gemalten Vorhang frage - die ich nur teilweise verstanden habe - und die beiden sichtlich Schwierigkeiten haben, Puschkins philosophische Sentenzen verständlich zu machen. Goethe ist ja bekanntlich auch  nicht immer leicht zu verstehen. Jaja, die Klassiker...

BTW: Macht die richtige Staatsoper Unter den Linden noch mal auf? Bei diesen fachkundigen Berliner Bau"löwen" wahrscheinlich nicht!

Freitag, 20. November 2015

Vormärz

DAS FREIE WORT
1841
Sie sollen alle singen
Nach ihres Herzens Lust;
Doch mir soll fürder klingen
Ein Lied nur aus der Brust:
Ein Lied, um dich zu preisen,
Du Nibelungenhort,
Du Brot und Stein der Weisen,
Du freies Wort!

Habt ihr es nicht gelesen:
Das Wort war vor dem Rhein?
Im Anfang ist’s gewesen,
Und soll drum ewig sein.
Und eh’ ihr einen Schläger
Erhebt zum Völkermord,
Sucht unsern Bannerträger,
Das freie Wort!

Ihr habet zugeschworen
So treu dem Vaterland,
Doch seid ihr all verloren
Und haltet nimmer stand,
So lang in West und Osten,
So lang in Süd und Nord
Das beste Schwert muss rosten,
Das freie Wort!

Ach! es will finster werden,
Wohl finster überall,
Doch ist die Nacht auf Erden
Ja für die Nachtigall.
Heraus denn aus der Wolke,
Die, Sänger, euch umflort;
Erst predigt eurem Volke
Das freie Wort!
Lasst eure Adler fliegen,
Ihr Fürsten, in die Welt,
Und sie nicht müßig liegen
Auf eurem Wappenfeld!
O jagt einmal die Raben
Aus unsern Landen fort,
Und sprecht: Ihr sollt es haben ,
Das freie Wort.

Georg Herwegh



Die verratene französische Revolution, der Ursupator Napoleon, die Restauration der reaktionären Kräfte nach Napoleons Fall, überall in Europa gärt es: Immer mehr unübersehbare Parallelen des Herwegschen Vormärz zur heutigen Zeit. Und es reichten dieses eine Mal 25 Jahre, um ein derartiges Chaos anzurichten. Auch ist man schon wieder dabei, Menschen mundtot zu machen. Noch nicht, indem man sie in  Kerker sperrt. Heutzutage macht man sie (vorerst!) ökonomisch und ideologisch fertig, indem man sie mit Medienmacht richtet und in eine ganz bestimmte Ecke sperrt. Was passiert, wenn zwei Politiker auf zwei sogenannte Journalisten treffen? Richtig, es stehen vier Nullen zusammen.

Man muss Menschen wie Bachmann, Höcke, Gauland, Petry, Sarrazin, Akif Pirinçci, Naidoo, Matthias Matussek, Söder, Jebsen und andere enfant terribles der dunkeldeutschen Bewegung  nicht mögen. Man muss auch nicht ihre meist gewöhnungsbedürftigen oder gar abartigen Meinungen teilen.  Aber : "Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen" soll Voltaire geschrieben haben.

Es  besteht also doch noch Hoffnung für das FREIE WORT. Denn Voltaire lebte vor der Revolution...

Donnerstag, 19. November 2015

Heute noch mal mit James Bond

Nun also doch in "Spectre": Der neue "Q" ist doch nicht nur der jugendlich erfolglose Schnulli, er wächst  letztlich über sich hinaus. Ralph Fiennes als "M" hätte lieber weiter Harry Potter, Hermine und Ron erschrecken sollen und Ober-Obergangster Christoph Waltz ist wie immer beängstigend düster und böse. Miss Moneypenny aus Jamaica stellt eine echte Bereicherung dar. Das Bond-Girl Léa Seydoux ähnelt unserer Nachbarin Nicole. Als ich das dem Taxifahrer erzähle, der mich vom S-Bahnhof Buch nach Hause bringt - natürlich macht die Bahn gerade wieder Schienenersatzverkehr und der Bus ist kurz vor Mitternacht im  Baustellenchaos am S-Bahnhof nicht zu finden - schlägt der Mann Nicole als nächstes Bondgirl vor. Muss ich heute mal mit ihr besprechen...

P.S. Eines habe ich in der zweifellos vorhandenen Handlung nicht verstanden: Ober-Obergangster Waltz will durch einen Untergangster in Staatsdiensten alle Doppelnull-Agenten abschaffen. Bond verhindert es. Aber wenn ich so an unsere Doppelnullen in Staatsdiensten denke, hätte man dem guten James anstelle der ganzen Action-Szenen lieber einen Martini (geschüttelt, nicht gerührt) einschenken sollen. So bleibt uns das Pack leider erhalten...


Dienstag, 17. November 2015

Erklärung?

Stefan Bayer  / pixelio.de


Es kam über uns wie ein schleichendes Gift und irgendwann in den vergangenen Jahren dieser Bananenrepublik muss es dann passiert sein: Aus "Sex, Drugs und Rock 'n' Roll"  wurden "Vegan, Lactoseintoleranz und Helene Fischer".

Was natürlich eine Menge, wenn nicht gar alles erklärt...

Montag, 16. November 2015

Merkel schafft NICHTS!


 Wie man deutlich sehen kann, ist sie noch nicht einmal eine "Schönwetter"-Kanzlerin. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Aber Ihr Versagen und ihre Defizite werden erst jetzt in dieser elementaren Krise der EU richtig gefährlich. Das Einzige, dass sie von ihrem Leer Lehrmeister Kohl gelernt hat, ist auf ihrem fetten A... zu sitzen. Und das tut sie ausgiebig...

Merkel muss weg!

Sonntag, 15. November 2015

Marktkonforme deutsche demokratische Demokratie

video 

Gesponsort by Merkel, willig ausgeführt by CDUSPDGRÜNELINKEFDP, völlig devot propagiert und zensiert  by ARD/ZDF, Springer, Spiegel, Zeit, Neues Deutschland und Co., Neinsager mit völligem Blödsinn tot gequatscht by Gauck und allen Gut- und Bessermenschen...

Tina Tandler & Band im Ofenhaus Bernau

Der 4. Kulturherbst im Bernauer Ofenhaus erfreute uns gestern mit einem Auftritt der Jazz-Saxophonistin Tina Tandler und ihrer Band. Tina Tandler gehört zu den bekanntesten Musikerinnen Berlins und stammt wie viele berühmte Berliner eigentlich aus Thüringen, aus Gotha. Sie wuchs in Gera auf  und bevor sie im Alter von 15 Jahren mit dem Saxophonspielen begann, hatte sie 9 Jahre lang Akkordeon gelernt.  Nach dem Schulabschluss studierte sie an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar Musik im Hauptfach Saxophon und schloss dies mit dem Staatsexamen ab. Seit 1985 ist Tina Tandler freischaffend und spielte unter anderem mit Gundermann, Gerhard Schöne, Angelika Mann und Roland Kaiser. Tina hat auch Klassisches im Repertoire: Mit Orchestern wie der Robert Schumann Philharmonie Chemnitz, den Berliner Sinfonikern und dem Preußischen Kammerorchester sowie Filmmusiken, Bearbeitungen und Genreübergreifendes gemeinsam mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg.
Handyfoto: © fv 112015

Das Programm des Ofenhauses spricht dann auch von unbändiger Spielfreude und flirrenden Höhenflügen und übertreibt damit nicht. Die Saxophonistin spielt -natürlich - auch Akkordeon. Sie singt mit sehr angenehmer Bluesstimme. Ihre drei Mitstreiter an den beiden Keyboards und am Schlagzeug sind ebenfalls überragende Solisten. Das Programm ist mitreißend, die Songs halten die Leute kaum auf den Stühlen. Nach zwei Stunden und drei Liedern als Zugabe entlassen uns Tina Tandler & Band angenehm beschwingt in den Abend...

Samstag, 14. November 2015

Paris - das bedeutet Leben


Unser Sohn schickt uns gerade die obige Zeichnung aus Paris. Er lebt dort seit einiger Zeit mit seiner jungen Familie. Wir zwei hier in Schönow haben Angst. Angst, dass den Vier etwas passiert.

Um so mehr habe ich heute diese politischen Schleimscheißer wie z.B. Gauck, Gabriel, Göring-Eckardt oder Altmaier hassen gelernt, die in allen sozialen Medien ihre "Betroffenheit" über die Mordserien verschmieren müssen. Das unverschämt-dumme grüne Flintenweib twitterte tatsächlich "Je suis Paris". "Du bist nicht Paris, du bist gar nichts!" möchte man ihr in das arrogante Gesicht schreien. Wenn sie doch alle einfach mal ihre dämlichen Fressen halten würden.

Sie hatten seit Jahren die Möglichkeit, die Politik Deutschlands, der EU und der NATO zu ändern. Nichts ist passiert. Sie versagen selbst bei so etwas simplen wie der Kontrolle unserer Grenzen. Als Zäpfchen im Dickdarm der USA lebt es sich eben viel schöner. Das einzige, was diese Parasiten können, ist Leichenfledderei. Und irgendwann werden sie wieder in irgendeine Kamera glotzen und sich nicht erklären können, woher der ganze Hass gegen sie und ihre willfährigen Medien kommt....

P.S.: Und richtig, liebe Pariser: Wir alle brauchen nicht noch mehr Religion. Eigentlich reichen schon die Heuchler und Verbrecher der sogenannten "christlichen " Kirchen.

Freitag, 13. November 2015

Tschüssikowski und das Granteln

Seit etwa 25 Jahren "grantele" ich Nordostdeutscher über die zunehmende Versüdlichung der deutschen Sprache. Zum Beispiel trifft man  sich "an" Weihnachten unter dem "Christbaum" und gleichzeitig "hat es" "heuer" keinen Schnee. Der Fleischer ist zum "Metzger" mutiert, die Berliner Schrippe heißt hier jetzt "Wecken" und der Schwabe soll angeblich deutsch sprechen.

Sprachen (Rike, pixelio.de)

Allerdings beobachte ich schon geraume Zeit ein verheißungsvolles sprachliches Auflodern des Norddeutschen am Horizont. Verbayerung und Verschwabung haben ein Ende. Während man nämlich vor einigen Jahren als Norddeutscher bei seinen Gesprächspartnern aus dem Süden Deutschlands mit dem freundlichen Abschiedsgruß  "Tschüß !" noch auf völliges Unverständnis stieß, hat sich dieses kleine Wörtchen inzwischen offenbar deutschlandweit durchgesetzt. So war ich auch heute morgen ziemlich baff, als sich meine nette Gesprächspartnerin aus Bayern am Telefon als erste mit "Tschüß !" verabschiedete. Na also, geht doch!

"Tschüß !" stammt übrigens höchstwahrscheinlich vom französischen "Adieu" ("Mit Gott!"), das die nach Norddeutschland eingewanderten Hugenotten mitbrachten. Im Berliner Raum wurde daraus "Adtschö!", dann  "Tschö!"  und schließlich "Tschüß!".

An die in meiner Jugendzeit gebräuchlichen Vorvarianten "Adtschö!" und "Tschö!"  kann mich mich noch gut erinnern. Was mich mit etwas Wehmut daran denken lässt, dass ich doch kein Sprachwissenschaftler geworden bin, wie ich es ursprünglich vor hatte. Aber dann hätte ich meine liebe M. vielleicht niemals kennengelernt. Obwohl es wahrscheinlich für jeden Topf nur einen genau richtigen Deckel gibt, sie mir dann sicher im zentralen Studentenklub der Humboldt-Uni begegnet und unsere zweifellos vorbestimmte Liebesgeschichte damit wieder in Ordnung gekommen wäre. Und auch mit der Sprachwissenschaft ist es noch nicht zu spät: In zwei Jahren beginnt das dritte Leben und da werden die liegen gebliebenen Bücher konsumiert...   



Dienstag, 10. November 2015

Es geht den Menschen wie den Leuten

Seit einigen Jahren nehme ich sie amüsiert zur Kenntnis: Die unerzogenen Schnösel, natürlich Dutzende Jahre jünger als ich. Nervig ³. Sie sehen aus wie frisch gebadete Liftboys, drängen heftig gestikulierend mit hartem Ellenbogeneinsatz in meine Branche, machen genau den hirnlosen Käse, den ihnen ihre Bosse vorschreiben. Sie sind so etwas von austauschbar und fahren fast alle Porsche Cayenne als Dienstwagen. Daneben gibt es aber auch noch tausend andere Gründe, warum ich noch da bin und auch noch einige Jahre da sein werde.

Warum ich mich hier mit ihnen beschäftige? Nun, James Bond kriegt im neuesten "Bond" so einen vor die Nase gesetzt. Und besonders unerträglich ist der neue "Q",  der Leiter der Q-Abteilung des britischen Geheimdienstes MI6, die Bond mit allerlei technischen Schnickschnack ausrüstet. Ursprünglich stand „Q“ für „Quartermaster“ (dt. Quartiermeister), die Person, die sich um die technische Ausrüstung und Verpflegung einer Einheit, in diesem Fall des Geheimdienstes, zu kümmern hat. Desmond Wilkinson Llewelyn, der früher den Chef der Q-Abteilung spielte und leider schon 1999 bei einem Verkehrsunfall starb, würde sich jedenfalls im Grabe umdrehen.

Armer James Bond!  Vielleicht aber auch ein Grund, warum Daniel Craig wohl zum letzten Mal in der Rolle des Bond zu sehen ist?  Es geht den Menschen eben wie den Leuten...

Lebensmittel, arme Menschen und Rassisten

Neulich in unserem Netto-Discounter: Ein Roma-Mädchen kommt an die Kasse und bezahlt brav zwei leere große Plastik-Tragetaschen. In dem Moment stürmt ein aufgebrachter Fettwanst mit ähnlichem Wurstgesicht wie Siggi Popp den Laden, kann sich gar nicht beruhigen und ruft laut nach der Polizei. Denn inzwischen hat ein anderes Roma-Mädchen den Abfall-Container des Marktes inspiziert und die weggeworfenen abgelaufenen Lebensmittel wieder dem Wertstoffkreislauf  zugeführt. Die Tüten brauchen die beiden zum Abtransport der durchaus verwendbaren Lebensmittel.

Abgesehen davon, dass man diese eigentlich ungeheuerliche Vernichtung durchaus für die Ernährung geeigneter Lebensmittel durch die Supermarktketten endlich mal verbieten müsste, zeigt sich hier so ziemlich genau die Abgrenzung zum ganz normalen Rassisten. Es gibt durchaus auch arme Eingeborene, die ihren Lebensunterhalt aus den Containern bestreiten müssen. Und inzwischen kann man im Internet sogar Kochrezepte für die abgelaufenen Lebensmittel herunterladen. Hätte der fettige, unsympathische Schmierling aus der Blüte der arischen Rasse auch in diesem Fall Zeter und Mordio geschrien? Wahrscheinlich.  Vielleicht hätte er sich aber wenigstens das "Scheiß Zigeuner!" oder andere diffamierende Schimpfwörter verkniffen...

Freitag, 6. November 2015

Mal wieder ein Gedicht ...

... zum Wochenende:


Man treibt die Völker Knall und Fall
Wie eine Herde Vieh
Aus einem in den andern Stall
Und nennt es Strategie.

Und hat man dann das Heldentum
Mit frommer Hand gepflegt -
Wer heilt die Wunden, die der Ruhm
Daheim der Freiheit schlägt?  

Georg Herwegh

aus: "Herweghs Werke in einem Band", Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1980. Das Fragment stammt aus den Jahren 1870 bis 1875, also aus Herweghs letzten Lebensjahren. Solange schon her, aber solange es das Kapital gibt, wird sich nichts ändern in der Welt.

 Und? Bedarf , weiter nach zu denken? Wie wäre es mit dieser Erklärung  der gerade stattfindenden Völkerwanderung.  Wer räumt noch gleich die Schlachtfelder der USA auf?  Wer zahlt die Zeche der Rüstungskonzerne? Noch Fragen? 

Dienstag, 3. November 2015

Paralleluniversen

Mal wieder anderhalb Stunden im täglichen Berliner Stau. Irgendwann macht man das Radio an und erwischt ein zartes, von der Stimme her 14-jähriges Mäuschen, das davon säuselt, wie schwer es doch die Bundesregierung im Moment habe. Und das Merkel wolle doch nur das Beste und jetzt ginge es vorwärts, weil sie mit Horsti aus Bayern einer Meinung ist. Wir schaffen das! 

Anschließend bin ich glücklich, fahre wie im Traum etwa fünfmal über rote Ampeln und will  2017 CDU wählen.

Morgens dann beim Frühstück lese ich die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die wohl ins Nazi-Lager abgedriftet sein muss, und fühle mich wieder wie im September 1989: Oben eine abgehobene Kaste und ihre kleinen, gehirnamputierten oder dumm geborenen Kometen in einer Art Paralleluniversum, unten die Leute , die die Realität zur Kenntnis nehmen (müssen). Und offenbar gibt es kein Wurmloch, durch das uns die Politkasper und ihre Hofschranzen in Parteien und Medien jemals wieder erreichen könnten.

Wie sagte Kalle Marx: Geschichte wiederholt sich, beim zweiten Mal als Farce...


P.S.: Selbstverständlich kann man 3000 km deutsche Grenze nicht kontrollieren! Bei gefühlten 80,5 Millionen Park- oder Halteverbotsschildern ist es natürlich etwas ganz anderes. Das funktioniert. Immer.


Montag, 2. November 2015

Kurz davor oder schon danach?




Karl Heinz Lenz (* 28. Juli 1953 in Köln) ist ein ehemaliger Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken sowie Archäologe und Pädagoge.

Impressum und V.i.S.d.P.

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Dr. F. Valentin
Waldstr. 70
16321 Bernau
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Wir sind noch lange nicht am Ende, wir fangen ja gerade erst an...